Aushilfsarbeitsverhältnisse - eine Gefahr für das deutsche Arbeitsrecht? Eine Untersuchung prekärer Beschäftigungsverhältnisse aus rechtlicher Perspektive. (redigierte Fassung)
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
15.02.2013
Verlag
GRINSeitenzahl
96
Maße (L/B/H)
21/14.8/0.8 cm
Gewicht
152 g
Auflage
5. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-656-37163-2
Es werden die potentiell prekäre Beschäftigungsverhältnisse begünstigenden, sozial- und arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen herausgearbeitet. Darauf aufbauend wird der Begriffsinhalt der 'Aushilfe' im allgemeinen Sprachgebrauch anhand von drei repräsentativen Fallbeispielen aus dem Dienstleistungssektor ebenso bestimmt, wie Inhalt und Umfang des Rechtsbegriffs in Arbeits-, Sozial- und Steuerrecht. Die Gegenüberstellung der unterschiedlichen Begriffe soll die Ursachen von Fehlvorstellung der Beschäftigten über ihre eigene Rechtsposition zutage fördern.
Aus dem Wechselspiel sozial- und arbeitsrechtlicher Normen wird ein Paradigmenwechsel in der deutschen Arbeitsgesetzgebung weg von einem Arbeitnehmerschutzrecht konstatiert, hin zu einer Wiederbelebung des 'Vierten Stands' aus dem 19. Jahrhundert. Die Bindung der Beschäftigten an die sie Beschäftigenden erhöht sich, die umgekehrte Bindung wird verringert. Es werden Wege eröffnet, scheinbar rechtmässig das unternehmerische Risiko auf die Beschäftigten abwälzen zu können. Dem Aushilfsarbeitsverhältnis wird darin eine Schlüsselrolle zugeschrieben, das als populäre Grundform prekärer Beschäftigungsverhältnisse grob rechtswidrig, aber breit akzeptiert, am deutlichsten in diesem Sinne ausgestaltet ist. Als häufig erste Beschäftigungsform im Erwerbsleben eignet es sich daher, bei den Beschäftigten bereits früh ein falsches Rechtsverständnis zu fördern. Ein fortgesetzter Abbau von Schutzrechten kann von ihnen gar nicht mehr wahrgenommen werden. Darin wird die besondere Gefährlichkeit dieser Beschäftigungsform für das deutsche Arbeitsrecht identifiziert.
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