Uwe Japp verfolgt in den hier gesammelten Aufsätzen die von ihm entworfene „Hermeneutik der Entfaltung“: Dass die Erschliessung des vielfachen Sinns von Literatur nur als unabschliessbares Projekt gedacht werden kann, wird in seinen Beiträgen zu Goethe, Kleist, Tieck, Arnim, E.T.A. Hoffmann, Stifter, Valéry, Hildesheimer und Thomas Bernhard in der interpretatorischen Praxis erprobt. Wie die Vieldeutigkeit der Texte dennoch zum Gegenstand philologischer Erkenntnis werden kann, legt er in theoretischen Überlegungen zur Hermeneutik dar, die um die Leitbegriffe literaturwissenschaftlicher Forschung kreisen: Fiktion, Ironie, Modernität der Literatur und Methodik der Interpretation heissen die Koordinaten, die Uwe Japps breit gefächerte und stilistisch anspruchsvolle Auseinandersetzungen mit der deutschen und europäischen Literatur bestimmen.
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