Seit ISO Jahren reizen die wissenschaftliche Leistung und die aussergewöhnliche Persönlichkeit Humphry Davys im englischen Sprachraum wissenschaftliche Schriftsteller immer wieder zu bio graphischen Darstellungen. Anhand der so zahlreichen Davy Biographien und -Biographen konnte lune Z. Fullmer den Wan del in der Auffassung von einer wissenschaftlichen Biographie aufzeigen. [Science ISS (1967) S. 28S] Trotz des umfangreichen englischen Schrifttums über Davy steht eine ausführlichere Bio graphie des grossen englischen Chemikers im deutschen Sprach raum noch immer aus. Wilhelm Ostwaids biographische Skizze schränkt sich als "psychographische Studie" von vornherein auf einige Aspekte ein, und Wilhelm Prandtls Arbeit ist eine Über setzung der Davy-Biographie von T. E. Thorpe. Bei der Abfassung der vorliegenden Biographie ging es nicht einfach darum, diese Lücke in der deutschsprachigen Literatur zu schliessen, sondern auch die Bezüge im Schaffen Davys zur geistigen wie wirtschaftlichen Entwicklung Deutschlands in jener Zeit aufzuspüren. Selbstverständlich konnten auf diesem begrenz ten Raum solche Zusammenhänge nicht in aller Breite abgehan delt werden. Weiterhin sollten die durch die Faraday-Biogra phie von L. Pearce Williams gewonnenen Erkenntnisse für das Verhältnis von Davy und Faraday Berücksichtigung finden.
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