Eine erklärende Darstellung der Entwicklung der pronominalen Anredeformen
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Sprache:Deutsch
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inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Erscheinungsdatum
01.09.2004
Verlag
GRINSeitenzahl
67 (Printausgabe)
Dateigröße
734 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9783638306409
Magisterarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Germanistik - Semiotik, Pragmatik, Semantik, Note: 2,0, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (Philosophische Fakultät), Sprache: Deutsch, Abstract: 1. Einleitung
Der Gebrauch der Anredepronomina hat sich im Deutschen wie in vielen anderen Sprachen im Laufe der Jahrhunderte- bis heute entscheidend verändert. Welche pronominalen Anredeformen kannten unsere Vorfahren und wie vollzog sich die sprachhistorische Entwicklung dieses Anredesystems?
Die ältesten Anredepronomina germanischer Sprachen sind das Du und das Ihr. Davon ausgehend entwickelte sich ein vielfältiges System, wobei den Sprechern der deutschen Sprache zeitweise bis zu fünf verschiedene Anredepronomina zur Verfügung standen. Die ältesten Anredeformen wurden dabei immer wieder entwertet und durch neue ersetzt. Auf die Differenzierung der pronominalen Anredeformen im 17. und 18. Jahrhundert folgte eine Revision dieser Formen im 19. Jahrhundert. Auch der Gebrauch unseres heutigen Zweiersystems (Du/Sie) befindet sich in einem ständigen Wandlungsprozess. Diese Tatsache äussert sich gegenwärtig vor allem in starker Unsicherheit bei der Wahl des "richtigen" Anredepronomens.
Im ersten Teil dieser Magisterarbeit möchte ich die sprachhistorische Entwicklung der pronominalen Anredeformen vom Mittelalter bis in die Gegenwart diachronisch beschreiben. Dabei beschränkt sich meine Darstellung auf Varietäten des Anredeverhaltens im Standartdeutschen, dialektale Abweichungen werden nicht untersucht. Doch selbst im Standartdeutschen lassen sich abhängig von ländlichen oder städtischen Strukturen Unterschiede im Gebrauch der pronominalen Anrede vermuten.
Gustav Ehrismann hat zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine umfangreiche Untersuchung der pronominalen Anredeformen im Mittelalter vorgelegt. Diese Arbeit ist von Albrecht Keller (1904) fortgesetzt, aber nicht abgeschlossen worden. In den Folgejahren haben sich neben Behaghel (1923) und Ammon (1972) in jüngster Vergangenheit vor allem Kohz (1982) und Besch (1998) mit der Entwicklung der pronominalen Anredeformen auseinandergesetzt. Die meisten Arbeiten zur Anredeforschung stammen dabei aus dem Bereich der Sprachsoziologie und linguistischen Pragmatik.
Der Gebrauch der Anredepronomina hat sich im Deutschen wie in vielen anderen Sprachen im Laufe der Jahrhunderte- bis heute entscheidend verändert. Welche pronominalen Anredeformen kannten unsere Vorfahren und wie vollzog sich die sprachhistorische Entwicklung dieses Anredesystems?
Die ältesten Anredepronomina germanischer Sprachen sind das Du und das Ihr. Davon ausgehend entwickelte sich ein vielfältiges System, wobei den Sprechern der deutschen Sprache zeitweise bis zu fünf verschiedene Anredepronomina zur Verfügung standen. Die ältesten Anredeformen wurden dabei immer wieder entwertet und durch neue ersetzt. Auf die Differenzierung der pronominalen Anredeformen im 17. und 18. Jahrhundert folgte eine Revision dieser Formen im 19. Jahrhundert. Auch der Gebrauch unseres heutigen Zweiersystems (Du/Sie) befindet sich in einem ständigen Wandlungsprozess. Diese Tatsache äussert sich gegenwärtig vor allem in starker Unsicherheit bei der Wahl des "richtigen" Anredepronomens.
Im ersten Teil dieser Magisterarbeit möchte ich die sprachhistorische Entwicklung der pronominalen Anredeformen vom Mittelalter bis in die Gegenwart diachronisch beschreiben. Dabei beschränkt sich meine Darstellung auf Varietäten des Anredeverhaltens im Standartdeutschen, dialektale Abweichungen werden nicht untersucht. Doch selbst im Standartdeutschen lassen sich abhängig von ländlichen oder städtischen Strukturen Unterschiede im Gebrauch der pronominalen Anrede vermuten.
Gustav Ehrismann hat zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine umfangreiche Untersuchung der pronominalen Anredeformen im Mittelalter vorgelegt. Diese Arbeit ist von Albrecht Keller (1904) fortgesetzt, aber nicht abgeschlossen worden. In den Folgejahren haben sich neben Behaghel (1923) und Ammon (1972) in jüngster Vergangenheit vor allem Kohz (1982) und Besch (1998) mit der Entwicklung der pronominalen Anredeformen auseinandergesetzt. Die meisten Arbeiten zur Anredeforschung stammen dabei aus dem Bereich der Sprachsoziologie und linguistischen Pragmatik.
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