Autonomie des Willens. Zu Kants "Grundlegung der Metaphysik der Sitten"
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
18.08.2004
Verlag
GRINSeitenzahl
19 (Printausgabe)
Dateigröße
525 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638300841
Mich interessiert dieses Thema besonders, da Kant hier dem Individuum einen aktiven, einen autonomen Part einräumt, was zu seiner Zeit, die noch sehr stark von der christlichen Lehre mit ihrem absoluten göttlichen Willen dominiert war, sicherlich eine Provokation bedeutete.
Ausgehend von Kants Begriff des freien Willens, werde ich diesem das Prinzip der Selbst-liebe gegenüberstellen. Der Willensbegriff ist elementar für die drei Formeln des Sittengesetzes, die ich kurz skizzieren werde, um dann sein drittes Prinzip, das der Autonomie, dahinge-hend zu untersuchen, ob es tatsächlich - wie es Kant unterstellt - als eine konsequente Folgerung der beiden ersteren zu begreifen ist. Der Schwerpunkt dieser Hausarbeit wird auf jenem Prinzip der Autonomie liegen, wobei ich seine paradoxe Anlage versuchen werde deutlich zu machen. Kant räumt diesem Prinzip eine Schlüsselrolle in seiner ethischen Konzeption ein. Die folgenden Kapitel werde ich mich mit den Forderungen, die an das Prinzip gekoppelt sind und mit möglichen Hindernissen, die dem guten Willen im Wege stehen könnten, befassen. Dem werde ich noch einige kritische Anmerkungen anschliessen.
Auf die Weise wie Kant den Begriff der Autonomie einführt, wird gut deutlich, was für ihn metaphysische Erkenntnis heisst: Es ist auffällig, dass er zunächst ein absolutes Gedankenge-bäude konstruiert, in dem Relativierungen keinen Platz haben. Diesem setzt er erst dann die realen Faktoren, z. B. die menschlichen Abhängigkeiten gegenüber. Vielleicht könnte man bei Kant metaphysische Erkenntnis als eine auf Begriffe des Absoluten zurückgehende Erkennt-nis des Eingeschränkten begreifen. Ich werde in meiner Hausarbeit versuchen, dieses am Beg-riff der Autonomie des Willens deutlich zu machen. In der Vorrede zur "Grundlegung" beschreibt Kant sein Anliegen folgendermassen: "Denn die Metaphysik der Sitten soll die Idee und die Prinzipien eines möglichen reinen Willens untersuchen und nicht die Handlungen des menschlichen Wollens überhaupt."
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