Die Rolle der Ökonomie in der Herr-Diener-Konstellation in Bezug auf Glück, Ehre, Liebe und Humanität in Lessings 'Minna von Barnhelm'
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
24.02.2005
Verlag
GRINSeitenzahl
24 (Printausgabe)
Dateigröße
211 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638352482
In der Entstehungsphase des Stücks war Lessing geprägt durch Eindrücke aus der europäischen Komödientradition und seinem eigenen Konzept des bürgerlichen Tugendethos. Zum ersten Mal gelingt es dem Dichter ein zeitloses Drama zu schaffen, das Elemente aus der Komödie und Tragödie nutzt, und zu einer "wahren Komödie"1 vereint. Die Abhängigkeit von Ehre, gesellschaftlicher Stellung, finanziellem Wohlstand und streben nach persönlichem Glück bringen die dramatische Entwicklung des Stücks dabei entscheidend voran. Dass Geld hierbei eine wesentliche Rolle einnimmt, ist äusserst interessant. Durch Tellheim wird die Ökonomie mit der gesellschaftlichen Ehre verknüpft und als Basis für eine glückliche Liebe gesetzt. Das "Geld-Glück-Motiv" zeigt sich nicht nur in der Beziehung zwischen den beiden Hauptfiguren, sondern erstreckt sich auch auf deren Verhältnis zu ihren Bediensteten. Der Mangel an Geld und der daraus entstandene Mangel an Ehre machen für Tellheim sein persönliches Unglück aus. Doch sieht jede Figur im Stück Tellheims Schicksal aus einer individuellen Perspektive. Es ist daher gerade in Konfliktsituationen wichtig, den Umgang der Schlüsselfiguren mit Geld, Ehre, Liebe und Glück zu betrachten. Ein wichtiger Faktor wird dabei der humanitäre Aspekt der Herr(in)-Diener(in) -Konstellation sein. Die traditionelle Figur eines Bediensteten war Lessing bestens bekannt. Gerade deshalb fallen wohl seine Charaktere aus ihrer typischen Rolle heraus.
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