Der Wie-Vergleich - Eine alltägliche Metapher
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
21.01.2004
Verlag
GRINSeitenzahl
18 (Printausgabe)
Dateigröße
634 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638247078
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Germanistik - Linguistik, Note: 1,0, Universität Siegen (Germanistik), Veranstaltung: Hauptseminar: Die Metapher, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Theorie der antiken Rhetorik Quintilians, die Metapher sei generell ein um die
Vergleichspartikel gekürzter Vergleich, darf nach unserem heutigem Wissenstand nicht
unkommentiert bleiben. Sicher lässt eine Metapher sich grundsätzlich auf einen
Vergleich zurückführen, das heisst jedoch nicht, das eine Metapher immer auch ein
Vergleich ist, bzw. die Begriffe eine synonyme Verwendung finden. Ganz im Gegenteil
hat sich die Auffassung durchgesetzt, dass zwischen den beiden Termini deutliche
Unterschiede bestehen. Um zu erläutern, auf welche Weise sich die Metapher des Vergleichs bedient, müssen
wir uns zunächst vor Augen halten, dass ein Vergleich einen Vorgang, einen
Gegenstand, einen Menschen und/oder auch dessen Handeln mit Hilfe etwas anderem
veranschaulicht. Die Voraussetzung für einen Vergleich ist folglich, dass zwei
Sachverhalten, die nicht miteinander identisch sein dürfen, mindestens eine gemeinsame
Eigenschaft zugeordnet werden kann.
Der Vergleich, der dadurch mindestens einen Vergleichspunkt , das sogenannte "tertium
comparationis" erhält, belässt jedoch die verglichenen Gesichtspunkte, derer er sich
bedient, in ihrer Selbständigkeit. [...] Hinsichtlich des "tertium comparationis" kann sich der Vergleich auf einzelne
Vergleichsobjekte, wohl aber auch auf längere Sachverhalte und Textpassagen
beziehen. In solchen Fällen "sind Vergleiche alles andere als schmückendes Beiwerk",
wie Aristoteles es nennt, sondern stattdessen "der zentrale Bestandteil der poetischen
Sprache, in der etwas ausgesagt werden soll, das sich weder begrifflich noch
unmittelbar beschreibend oder erzählend darstellen lässt."1
1 Burdorf, Dieter: Einführung in die Gedichtanalyse, 2. Aufl. Weimar 1997. S. 150
Vergleichspartikel gekürzter Vergleich, darf nach unserem heutigem Wissenstand nicht
unkommentiert bleiben. Sicher lässt eine Metapher sich grundsätzlich auf einen
Vergleich zurückführen, das heisst jedoch nicht, das eine Metapher immer auch ein
Vergleich ist, bzw. die Begriffe eine synonyme Verwendung finden. Ganz im Gegenteil
hat sich die Auffassung durchgesetzt, dass zwischen den beiden Termini deutliche
Unterschiede bestehen. Um zu erläutern, auf welche Weise sich die Metapher des Vergleichs bedient, müssen
wir uns zunächst vor Augen halten, dass ein Vergleich einen Vorgang, einen
Gegenstand, einen Menschen und/oder auch dessen Handeln mit Hilfe etwas anderem
veranschaulicht. Die Voraussetzung für einen Vergleich ist folglich, dass zwei
Sachverhalten, die nicht miteinander identisch sein dürfen, mindestens eine gemeinsame
Eigenschaft zugeordnet werden kann.
Der Vergleich, der dadurch mindestens einen Vergleichspunkt , das sogenannte "tertium
comparationis" erhält, belässt jedoch die verglichenen Gesichtspunkte, derer er sich
bedient, in ihrer Selbständigkeit. [...] Hinsichtlich des "tertium comparationis" kann sich der Vergleich auf einzelne
Vergleichsobjekte, wohl aber auch auf längere Sachverhalte und Textpassagen
beziehen. In solchen Fällen "sind Vergleiche alles andere als schmückendes Beiwerk",
wie Aristoteles es nennt, sondern stattdessen "der zentrale Bestandteil der poetischen
Sprache, in der etwas ausgesagt werden soll, das sich weder begrifflich noch
unmittelbar beschreibend oder erzählend darstellen lässt."1
1 Burdorf, Dieter: Einführung in die Gedichtanalyse, 2. Aufl. Weimar 1997. S. 150
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