Mindestlöhne flächendeckend?
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
12.03.2008
Verlag
GRINSeitenzahl
22 (Printausgabe)
Dateigröße
460 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638024112
Armut trotz Vollzeiterwerbstätigkeit - das findet keiner gerecht und Franz Müntefering bringt es auf den Punkt, wenn er bemerkt: "Es verstösst gegen die Menschenwürde, wenn Menschen, die voll arbeiten, mit ihrem Einkommen unter dem Existenzminimum liegen."
So ist es auch nicht verwunderlich, dass 70 Prozent der Bürger - sogar eine Mehrheit der Unions- und FDP-Anhänger - einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn befürworten. Ein Mindestlohn wird in vielen Staaten der Erde durch nationale Gesetzgebung garantiert und es stellt sich die Frage, ob ein flächendeckender Mindestlohn nicht auch für Deutschland ein gutes Instrument der Arbeitsmarktpolitik ist, um Armut zu vermeiden und (Lohn-)Gerechtigkeit zu gewährleisten.
Die Diskussion in Deutschland um gesetzliche Mindestlöhne ist leidenschaftlicher denn je, obwohl eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit diesem Thema schon seit ca. 100 Jahren stattfindet.
Eine intensive internationale wissenschaftliche Debatte wurde ausgelöst durch die Erhöhung des nationalen Mindestlohns in den USA zum 1. April 1990. Die OECD empfahl 1994 ihren Mitgliedsstaaten, "die Rolle der Mindestlöhne als Umverteilungsmittel zu überdenken und zu direkteren Instrumenten zu greifen."
In Deutschland ist die politische Diskussion über Mindestlöhne vor allem eine Reaktion auf die von vielen Menschen als ungerecht empfundenen Arbeitsmarktreformen der Rot-Grünen Bundesregierung unter Bundeskanzler Schröder und die damals politisch kaum in Frage gestellte Argumentation der Wichtigkeit eines Niedriglohnsektors.
Die politischen Herausforderungen am Arbeitsmarkt in Deutschland sind trotz des deutlichen Rückgangs der Arbeitslosenzahlen gross, und vor allem im Niedriglohnbereich ist es notwendig, eine neue Ordnung zu schaffen.
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