"Die Eingeborenen machten keinen besonders günstigen Eindruck" Tagebuch meiner Reise um die Erde 1892-1893
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Ja
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
28.02.2013
Herausgeber
Frank GerbertVerlag
Verlag Kremayr & ScheriauSeitenzahl
286 (Printausgabe)
Dateigröße
16562 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783218008723
Von 1892 bis 1893 unternahm der Habsburg-Thronfolger Franz Ferdinand mit einer grossen Gefolgschaft eine Weltreise. Der 29-Jährige erkrankte auf den Molukken an Malaria, rauchte in China Opium, liess sich in Japan mit 52.000 schmerzhaften Stichen tätowieren und ärgerte sich in den USA über die örtlichen Kochkünste: "Eine andere Mehlspeise als der ewige Pudding scheint überhaupt nicht bekannt zu sein." 1895 liess er sein umfangreiches Reisetagebuch publizieren, nach seinem Tod geriet es in Vergessenheit. Er schildert darin nicht nur seine Erlebnisse unter anderem in Indien, Australien, Teilen der Südsee, Japan und Nordamerika, er gewährt auch Einblick in seine Gedanken, Gefühle, seine Marotten und Abgründe. Er ist ehrgeizig, misstrauisch, stets zu Geringschätzung und Spott aufgelegt. Dazu ein fanatischer Jäger, der nicht nur Elefanten und Tiger erlegt, sondern auch Koala-Bären und Stinktiere.
Auffallend oft beschäftigt er sich mit der Attraktivität der weiblichen Besuchten - verschont aber auch sie nicht mit seiner Kritik: "Die Nasenringe verunstalten, indem sie bis zum Munde herabhängen, das ganze Gesicht, was die Application eines Kusses erheblich erschweren müsste." Ergänzt wird der Band mit etwa 50 Fotografien von Eduard Hodek, dem mitgereisten Tierpräparator, dem neben seinem blutigen Handwerk auch noch das Fotografieren oblag, und dem teils erstaunliche Aufnahmen gelangen.
Ein Buch für Monarchisten und Antimonarchisten, Jäger und Jagdgegner, Liebhaber historischer Reiseerzählungen und unfreiwilligen Humors.
Auffallend oft beschäftigt er sich mit der Attraktivität der weiblichen Besuchten - verschont aber auch sie nicht mit seiner Kritik: "Die Nasenringe verunstalten, indem sie bis zum Munde herabhängen, das ganze Gesicht, was die Application eines Kusses erheblich erschweren müsste." Ergänzt wird der Band mit etwa 50 Fotografien von Eduard Hodek, dem mitgereisten Tierpräparator, dem neben seinem blutigen Handwerk auch noch das Fotografieren oblag, und dem teils erstaunliche Aufnahmen gelangen.
Ein Buch für Monarchisten und Antimonarchisten, Jäger und Jagdgegner, Liebhaber historischer Reiseerzählungen und unfreiwilligen Humors.
Kundinnen und Kunden meinen
Nicht nur Sarajevo
Marie-Therese Reisenauer aus Wien am 21.07.2014
Bewertungsnummer: 479439
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Das Schicksal des Thronfolgers ist ja hinlänglich bekannt. Ermordet, samt Gattin durch Attentat in Sarajevo, Auslöser des Ersten Weltkrieges. Weniger bekannt ist die Tatsache, dass er auch ein großer Reisender war. So unternahm er, samt großer Entourage, 1892 eine fast zweijährige Weltreise. Damit da nichts verloren ging, führte er akribisch Tagebuch, welches nach seinem Tode in Vergessenheit geriet. Dankenswerterweise von Frank Gerbert wieder entdeckt, und der Nachwelt in einer gekürzten Ausgabe wieder zugänglich gemacht.