Figur Gottes in der Heimkehrerliteratur von Wolfgang Borchert
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
28.06.2004
Verlag
GRINSeitenzahl
17 (Printausgabe)
Dateigröße
304 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638286282
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2, Universität Potsdam (Institut für Germanistik), Veranstaltung: Heimkehrerliteratur und Heimkehrerfiguren in der Nachkriegszeit, Sprache: Deutsch, Abstract: "Ein Mann kommt nach Deutschland." Das sollte ursprünglich der Titel des Werkes "Draussen vor der Tür" von Wolfgang Borchert werden. Doch Borchert entschied sich gegen diese Version. Vielleicht war der Grund, dass der Titel weniger aussagekräftig ist als "Draussen vor der Tür", der schon die Kernaussage des Textes enthält: die Kriegsheimkehrer kommen zwar nach Deutschland, nach Hause, doch sie kommen nicht wirklich an und bleiben von der Gesellschaft verstossen. Worauf sie treffen, sind verschlossene Türen.
Doch auch der Titel "Ein Mann kommt nach Deutschland" ist für mich sehr aussagekräftig, denn er betritt wieder sein Land und findet nichts vor, worauf er in den schlimmsten Stunden an der Front oder in Gefangenschaft geglaubt und gehofft hat. Dieses Schicksal ereilte nicht nur den einen Mann, sondern eine Grosszahl der Kriegsheimkehrer, die nach dem Jahr 1945 an die Türen ihrer ehemaligen Häuser klopften, jedoch keinen freudigen Empfang bekamen.
Diese Männer durchlebten im Kampf für die Heimat die Hölle auf Erden. Diejenigen, die überlebten, kehrten oft verstümmelt und entstellt nach Hause, geprägt von Bildern der puren Gewalt, von Schuldgefühlen und Zorn. Endlich zurück in der Heimat wollte ihr Leid jedoch kein Ende nehmen. Das war die Zeit, in der Wolfgang Borchert seine Gedanken zu Papier brachte und die Kriegserlebnisse und die Zustände nach dem Krieg festhielt. Im Folgenden werde ich mein Augenmerk auf Borcherts "Draussen vor der Tür", "Die Kegelbahn" und "Gottes Auge" richten. Hierbei werde ich im Besonderen auf die Figur Gottes in den drei Werken eingehen. Angesichts des Leidens und der Gräueltaten, die nahezu jeden ereilt hatten, interessierte es mich zu erfahren, wie zuvor gläubige Menschen es mit ihrem Glauben an Gott vereinbaren konnten oder aus welchen Gründen sie es nicht mehr konnten. Meiner Meinung nach, war Borchert einer der begnadetsten Schriftsteller seiner Zeit, dem es gelang, für uns inzwischen weit in der Vergangenheit entferntes Leid lebhaft und beängstigend darzustellen. Das ist der Grund, wieso ich mich bei meiner Hausarbeit ausschliesslich auf seine Werke konzentriere. Ich möchte die drei unterschiedlichen Texte untersuchen und vergleichen, um womöglich mehr über die persönliche Einstellung Borcherts zu Gott zu erfahren.
Im christlichen Glauben heisst es nämlich, dass Gottes Wege unergründlich sind, jedoch einem Plan folgen, der für die Menschen nicht nachvollziehbar ist.
Doch auch der Titel "Ein Mann kommt nach Deutschland" ist für mich sehr aussagekräftig, denn er betritt wieder sein Land und findet nichts vor, worauf er in den schlimmsten Stunden an der Front oder in Gefangenschaft geglaubt und gehofft hat. Dieses Schicksal ereilte nicht nur den einen Mann, sondern eine Grosszahl der Kriegsheimkehrer, die nach dem Jahr 1945 an die Türen ihrer ehemaligen Häuser klopften, jedoch keinen freudigen Empfang bekamen.
Diese Männer durchlebten im Kampf für die Heimat die Hölle auf Erden. Diejenigen, die überlebten, kehrten oft verstümmelt und entstellt nach Hause, geprägt von Bildern der puren Gewalt, von Schuldgefühlen und Zorn. Endlich zurück in der Heimat wollte ihr Leid jedoch kein Ende nehmen. Das war die Zeit, in der Wolfgang Borchert seine Gedanken zu Papier brachte und die Kriegserlebnisse und die Zustände nach dem Krieg festhielt. Im Folgenden werde ich mein Augenmerk auf Borcherts "Draussen vor der Tür", "Die Kegelbahn" und "Gottes Auge" richten. Hierbei werde ich im Besonderen auf die Figur Gottes in den drei Werken eingehen. Angesichts des Leidens und der Gräueltaten, die nahezu jeden ereilt hatten, interessierte es mich zu erfahren, wie zuvor gläubige Menschen es mit ihrem Glauben an Gott vereinbaren konnten oder aus welchen Gründen sie es nicht mehr konnten. Meiner Meinung nach, war Borchert einer der begnadetsten Schriftsteller seiner Zeit, dem es gelang, für uns inzwischen weit in der Vergangenheit entferntes Leid lebhaft und beängstigend darzustellen. Das ist der Grund, wieso ich mich bei meiner Hausarbeit ausschliesslich auf seine Werke konzentriere. Ich möchte die drei unterschiedlichen Texte untersuchen und vergleichen, um womöglich mehr über die persönliche Einstellung Borcherts zu Gott zu erfahren.
Im christlichen Glauben heisst es nämlich, dass Gottes Wege unergründlich sind, jedoch einem Plan folgen, der für die Menschen nicht nachvollziehbar ist.
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