Produktbild: Der talentierte Mr. Ripley

Der talentierte Mr. Ripley

Aus der Reihe detebe
17

Fr. 15.00

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

25482

Erscheinungsdatum

21.08.2024

Herausgeber

Paul Ingendaay

Verlag

Diogenes eBooks

Seitenzahl

432 (Printausgabe)

Dateigröße

1223 KB

Auflage

4. Auflage

Originaltitel

The Talented Mr. Ripley

Sprache

Deutsch

EAN

9783257600957

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Verkaufsrang

25482

Erscheinungsdatum

21.08.2024

Herausgeber

Paul Ingendaay

Verlag

Diogenes eBooks

Seitenzahl

432 (Printausgabe)

Dateigröße

1223 KB

Auflage

4. Auflage

Originaltitel

The Talented Mr. Ripley

Sprache

Deutsch

EAN

9783257600957

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  • Barbaras Bücherbox

    aus Niederbayern

    5/5

    02.02.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Aus ungewöhnlicher Sicht erzählt, ein Klassiker

    Inhalt: Unverhofft erhält der junge Tom Ripley die Möglichkeit, Kost und Logis frei, von Amerika nach Italien zu reisen. Mit ausreichend Geld für einen längeren Aufenthalt im Gepäck, soll er Dickie Greenleaf, den reichen Reederei-Erben, im Namen seines Vaters nachhause holen und ihm die Flausen von Malerei und Kunst austreiben. Dass Tom Dickie weniger gut kennt, als er es vielleicht dessen Vater gegenüber hat den Anschein nehmen lassen, ist nur eine kleine Notlüge. Dass Tom zudem gerade in New York nicht besonders gern gesehen ist, erwähnt er auch nicht, passt ihm aber natürlich gerade ganz gut. Doch angekommen in Italien verläuft Toms Plan nicht ganz nach dessen Geschmack, denn weder scheint Dickie Italien verlassen zu wollen, noch akzeptiert er Tom als neuen »besten« Freund. Und das, obwohl Tom doch alles für ihn tut. Nur akzeptiert der reiche Dickie Tom, den Nobody, nicht als gleichgesinnten – bis Tom zu einem äußerst drastischen Mittel greift und damit eine Verkettung von tragischen Ereignissen auslöst, die bis nach Amerika reichen. Meine Meinung: Tatsächlich kannte ich die Geschichte bisher nicht – weder durch den Film noch anderweitig. Dass Tom hier eindeutig der Bösewicht in der Geschichte ist (und daran lässt das Buch keinen Zweifel) war anfangs ungewohnt. Denn er ist nicht der sympathische Antiheld, sondern ein Mensch, der so verblendet von sich selbst ist, dass er egal, was er tut, sich selbst nie als Täter sieht. Er ist davon überzeugt, dass alles, was er tut, gerecht ist. War es schließlich gerecht, dass Tom bei seiner nörgelnden Tante aufwachsen musste, die ihn nie ausreichend gelobt hatte? Eindeutig lag es an ihr, dass er nie einen Job lange behalten konnte und sich so sehr nach Aufmerksamkeit sehnte. Seine eigene Schuld war es ganz sicher nicht. Toms Verstand ist vollkommen verklärt vor Selbstgerechtigkeit. Er sieht nicht Falsches, in dem was er tut. Das höchste der Eingeständnisse war zuzugeben, dass er »es immer einen Schritt zu weit treiben musste«. Kurz dachte man, er erkennt vielleicht das, was er getan hat, als falsch an, doch weit gefehlt. Um sich selbst in das bestmögliche Licht (und aus dem Auge der Ermittlungen) zu rücken, spinnt er Geschichte um Geschichte um das, was mit Dickie Greenleaf passiert ist, verändert dessen Charakter und macht sich selbst zu Dickies bestem Freund. Und alle, die sich ihm in den Weg stellen, werden auf die ein oder andere Art »zum Schweigen« gebracht. Als Leser befindet man sich in einer Zwickmühle: man will einerseits, dass Tom, als Protagonist der Geschichte, weitererzählen kann, kann ihn jedoch zu keinem Zeitpunkt leiden und wünscht sich Gerechtigkeit, dass Tom dorthin kommt, wo er hingehört: ins Gefängnis. Doch mit Charme, Erzählkunst und Schauspielkunst weiß er immer, wo ein Schlupfloch zu finden ist. Chapeau, Tom Ripley – du wurdest zu einem der erinnerungswürdigsten Bösewichte, von denen ich je gelesen habe. Spannend von Anfang bis Ende, voller italienischem Charme und mit Daphne-DuMaurier-Eleganz erzählt. Absolut empfehlenswert – auch für Thriller-Einsteiger, da es zwar zu schockieren weiß, dabei aber nie bestimmte Grenzen überschreitet.

  • VolkerM

    5/5

    28.08.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Über das Buch muss man kaum…

    Über das Buch muss man kaum etwas sagen. Es ist meiner Meinung nach der beste Roman von Patricia Highsmith, ein Meisterwerk psychologischer Charakterzeichnung, unglaublich raffiniert gestrickt, dramaturgisch auf den Punkt inszeniert. Von der ersten Zeile ist man gefesselt und kaum jemals fiebert man bei einem Kriminalroman dermaßen mit dem Täter. Es ist alles dabei: Exotische Kulissen, unerfüllte Liebe, intelligente Wendungen und ein grandios konstruiertes Finale. Es ist der perfekte Roman. Ich kannte bisher nur die klassische Übersetzung von Barbara Bordtfeld aus dem Jahr 1961, die ich eigentlich immer ganz gut fand, und war auf die alternative Übersetzung von Melanie Waltz (die aber auch schon von 2002 stammt) sehr gespannt, zumal sie die inhaltlichen Korrekturen Patricia Highsmiths von 1991 mit berücksichtigt und die leichten Kürzungen der Fassung von 1961 ergänzt. Außerdem soll es die homoerotischen Motive, die den Roman als Leitfaden durchziehen, deutlicher hervorheben. Genau vor diesem Hintergrund habe ich die Szene, die ich immer als Schlüsselszene des Romans empfunden habe, einmal Wort für Wort in beiden Übersetzungen gegeneinander gehalten: Es ist die Kleidertauschszene, in der Tom zum ersten Mal in die Rolle von Dickie Greenleaf schlüpft und von diesem dabei erwischt wird, als er dessen Kleider anzieht. Diese Szene steckt voller unterdrückter Erotik, ein typisches Stilmittel von Patricia Highsmith, die die direkte Darstellung von Sexualität verabscheute. Die Neuübersetzung bemüht sich erkennbar, sich von Bordtfelds Fassung abzugrenzen. Es ist buchstäblich jeder Satz anders konstruiert, aber wenn ich ehrlich sein soll, wird dadurch nicht jeder Satz gleichzeitig besser. Es ist vieles dabei, das heute klarer formuliert ist als damals, aber es gibt genauso viele Passagen bei Bordtfeld, die ich treffender und vor allem sprachlich eleganter finde. Ich habe keine Vergleichsmöglichkeit zum englischen Original und möchte das auch nicht werten, sondern ich bewerte es nur aus der Sicht eines deutschen Muttersprachlers und meinem Gefühl für „das richtige Wort am richtigen Platz“. Satzmelodie und Rhythmus sind nun mal Teil meiner Sprachästhetik. Mein Fazit ist, dass beide Übersetzungen ihre Gültigkeit haben und beide auch dem Roman gerecht werden. Perfekt wäre es aus meiner Sicht, aus diesen beiden Welten das Beste zu einem neuen Ganzen zu schmieden. (Das Buch wurde mir vom Verlag kostenfrei zur Verfügung gestellt. Auf meine Rezension wurde kein Einfluss genommen, der Inhalt stellt meine persönliche Meinung dar.)

  • MaWiOr

    aus Halle

    5/5

    27.08.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Mit „The Talented Mr. Ripley“…

    Mit „The Talented Mr. Ripley“ (1955, dt. „Der talentierte Mr. Ripley“) erschloss Highsmith dem Kriminalroman neue Dimensionen. Sie wich vom traditionellen Gattungsschema ab: Im Mittelpunkt stand nicht die Aufklärung des Verbrechens, sondern der Täter, der kaltblütig seinen Freund ermordet, um dessen Identität zu übernehmen. Der elegante Tom Ripley, der keinerlei Schuldgefühle verspürt, ist geradezu charmant und sympathisch; der Leser kann kaum anders, als mit dem Protagonisten mit zu fiebern. Nach dem tragischen Unfalltod seiner Eltern wächst Tom bei der Schwester seiner Mutter auf. Mit kleinen Betrügereien versucht er sich durchs Leben zu schlagen. Da bittet ihn der Vater eines seiner Schulfreunde, ihm zu helfen und seinen Sohn Richard (Dickie) aus Europa in die USA zurückzuholen. In der Nähe von Neapel freundet sich Tom mit Dickie an und fasst den Plan, in Dickies Identität zu schlüpfen und dessen Vermögen an sich zu reißen. Nach dem Mord kann Tom immer wieder der italienischen Polizei entwischen. Schließlich verlässt er Italien unbehelligt und reist nach Griechenland, doch die Angst vor seiner Entdeckung ist sein ständiger Begleiter. Mit dem Buch gelang Highsmith eine sensible psychologische Studie über eine Verbrecherkarriere. Sie habe das „Gespür für Gut und Böse“ verloren, schrieb sie in ihr Notizbuch. Der Roman wurde bereits 1960 verfilmt („Nur die Sonne war Zeuge“) mit Alan Delon in der Hauptrolle. Bis 1991 ließ Highsmith noch vier weitere Romane mit dem skrupellosen Ripley folgen und schuf damit eine der beliebtesten Romanfiguren. Die Diogenes-Ausgabe ist mit einem Nachwort von Paul Ingendaay versehen. Fazit: Ein spannender Krimi, der längst ein Klassiker ist.

  • Bewertung

    5/5

    07.08.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Psychogramm eines charmanten Mörders

    »Gerechtigkeit und Moral langweilen mich«, sagte einmal Patricia Highsmith. Und das zeigt sie in ihrem 1955 erschienenen Suspense-Roman, indem sie das Krimigenre aufbricht, nicht von der Jagd nach dem Mörder schreibt, sondern den Täter selbst zum Helden ihrer Geschichte macht, der durch geschicktes Agieren und viel Fantasie mit seinem Verbrechen davonkommt. Für den wir sogar Sympathie empfinden und somit zum mitfiebernden Komplizen werden. Tom Ripley, der sich mit kleinen Gaunereien durchschlägt, wird von einem reichen Reeder angeheuert, seinen Sohn Dickie, der in Italien lebt, zur Heimkehr zu bewegen. In dem malerischen Küstenort angekommen, ist Tom von Dickies sorgenlosen, vom Vater finanzierten Bohemeleben fasziniert. Als sein Auftrag zu scheitern droht, bringt er Dickie um, nimmt dessen Identität an und lebt ein Doppelleben. Doch wer ist dieser Ripley? Was aber genau fesselt uns Leser auch 70 Jahre später noch an dieser zwiespältigen Figur? Es ist die tiefe Charakterisierung, die im Laufe der Geschichte immer mehr an Kontur gewinnt. Ripleys Ängste und Hoffnungen, seine Enttäuschungen, seine Empathie, seine Verletzungen, die Highsmith meisterhaft und nachvollziehbar zeigt, die auf uns so glaubhaft wirken. Er verliert früh seine Eltern, wächst bei einer wenig liebevollen Tante auf, von deren spärlicher finanzieller Zuwendung er abhängig ist, sein Traum, Schauspieler zu werden, platzt und am unteren Rand der Gesellschaft bleibt ihm nicht anderes übrig, als den Reichen zuzusehen, wie sie ihr Leben genießen. Er fühlt sich vom Leben betrogen und ist der festen Meinung, dass ihm auch ein Stück von dem Kuchen zusteht. Niemand wird als kaltblütiges Monster geboren, es ist Ripleys latente Wut auf die Chancenlosigkeit der amerikanischen Gesellschaft der frühen 50er Jahre, die ihn letztlich zu einen Lügner, einem triumphierenden Mörder ohne Gewissensbiss werden lässt. Dank seiner schauspielerischen Leistung laviert er sich immer wieder überzeugend aus brenzlichen Situationen. Je weiter die Geschichte fortschreitet, beobachten wir, wie Ripley sich verändert. Zwar erscheint er nach außen souverän, doch wird zunehmend labiler, die Angst, aufzufliegen, wächst und setzt ihn zunehmend unter Druck. Auch wenn sich Ripley darüber amüsiert, dass der Schwindel auffliegen könnte, und sich an dem Risiko berauscht. Bei Lesen fiebert man zwar mit, wie er es wohl ein weiteres Mal schafft, seinen Verfolgern zu entkommen, doch versteht auch allmählich seinen inneren Zwiespalt, nur um am Ende einzusehen, dass er im wahrsten Sinne des Wortes schwer zu fassen ist. Ein beeindruckendes Psychogramm eines charmanten, manipulativen, narzisstischen Mörders, das von einer schnellen Handlung lebt und zeigt, dass es keine starren Grenzen zwischen Gut und Böse gibt. Eine Geschichte, die bis heute nichts an ihrer Faszination eingebüßt hat, mehrfach ausgezeichnet und verfilmt wurde.

  • Bewertung

    aus Ahrensburg

    5/5

    28.06.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Ein richtiger Klassiker unter den Thrillern

    Patricia Highsmith ist eine ganz besondere außergewöhnliche Autorin, die mit ihrer Reihe um den talentierten Mr Ripley für beste Leseunterhaltung sorgt. Der talentierte Mr Ripley ist ein echter Klassiker, der auch heute noch so lesenswert wie mitreißend ist. Wie bewegend die Handlung ist, zeigt sich auch jetzt in der neuesten Verfilmung auf Netflix. Der Hauptprotagonist Tom Ripley wird gebeten, nach Italien zu reisen, um dort seinen Sohn Dickie zurück zu holen. Mr Ripley nimmt den Auftrag an, denn er verspricht viel Geld. Doch mit Toms Reise nach Italien und seinem Zusammentreffen mit dem Sohn aus reichen Hause, nimmt das Unheil aus Mord und Betrug seinen Lauf. Es ist schon einige Jahre her seitdem ich dieses Buch zum ersten Mal gelesen habe und ich habe die neueste Ausgabe voller Begeisterung entdeckt, um diesen Klassiker noch einmal lesen zu können. Wie auch beim ersten Lesen so hat mich dieses Buch auch jetzt wieder schwer begeistert. Die Handlung bietet nicht vorhersehbare Twists, einen außergewöhnlichen Hauptprotagonist und eine einfach spannende und mitreißende Geschichte. Highsmith ist eine ganz großartige Autorin, die hier einen lesenswerten Thriller auf das Papier gezaubert hat. Während Tom sich immer besser mit Dickie versteht und anfreundet, steigt der Argwohn bei Dickies Freunden. Immer mehr gewöhnt er sich daran in Dickies Rolle zu schlüpfen, sodass ein Mord an dem reichen Sohn unausweichlich erscheint, um seine Identität anzunehmen. Doch Dickies Freunde schöpfen Verdacht und so beginnt ein packendes Katz-und-Maus-Spiel. Auch wenn dieser Roman aus den 50er Jahren stammt, so ist er dennoch unfassbar gut geschrieben. Die Charaktere, das Setting und die Handlung bieten feinste Thriller-Atmosphäre und ich kann dieses Buch einfach nur weiterempfehlen!

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