Machiavelli pur - Die Discorsi II. Äußere Politik und Kriegsführung
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
15.07.2009
Verlag
GRINSeitenzahl
76 (Printausgabe)
Dateigröße
649 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640374175
Quellenexegese aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte, Note: keine, , Sprache: Deutsch, Abstract: Wenngleich sich Machiavelli im zweiten Buch der Discorsi in weiten Teilen mit Fragen der
Kriegsführung beschäftigt, lohnt es sich doch, auch diesen Teil der Discorsi zu lesen, obwohl
Machiavellis militärische Erläuterungen heute anachronistisch wirken und das Militärwesen in
unserer Gesellschaft nicht die Bedeutung hat wie zu Machiavellis Zeiten oder zu Zeiten des
Römischen Reiches. Das zweite Buch vermittelt über seine Darlegungen zum Militärwesen hinaus
weite Einblicke in Machiavellis Sicht der Dinge, etwa sein Menschenbild oder seine Einstellung zur
Aussenpolitik, die man heute wohl in die Nähe der realistischen Schule verordnen würde.
Im zweiten Buch der Discorsi finden sich vielfältige Anknüpfungspunkte zu anderen Teilen von
Machiavellis Werk. So ergänzen sich etwa das 24. Kapitel und das 20. Kapitel des Principe, welche
beide das Festungswesen behandeln. Dieses Phänomen tritt in vielen Aspekten von Machiavellis
Werk auf und zeigt, dass es aus einem Guss ist, und sich nicht - wie frühe Forschungen an nahmen
- einen "republikanischen" Machiavelli, der sich in den Discorsi zeige, und einen Fürsprecher der
Tyrannis, welcher sich im Principe ausdrücke, gibt, sondern nur einen einzigen Machiavelli, der
ungemein vielschichtig ist und letztlich dem Herzen nach Republikaner ist, wenn er auch in der
Realität seiner Gegenwart vor allem auf den geordneten Staat setzt, der, wenn kein republikanisches
Ethos im Volk vorhanden ist, auch monokratisch regiert werden kann. Dementsprechend stellt sich
sein Gesamtwerk - vor allem der Principe und die Discorsi, aber auch die Geschichte von Florenz
und die Arte della Guerra - als einheitliches Werk dar, in dem Machiavelli seine Grundannahmen
und Thesen an diversen Stellen wieder aufgreift und bearbeitet.
Kriegsführung beschäftigt, lohnt es sich doch, auch diesen Teil der Discorsi zu lesen, obwohl
Machiavellis militärische Erläuterungen heute anachronistisch wirken und das Militärwesen in
unserer Gesellschaft nicht die Bedeutung hat wie zu Machiavellis Zeiten oder zu Zeiten des
Römischen Reiches. Das zweite Buch vermittelt über seine Darlegungen zum Militärwesen hinaus
weite Einblicke in Machiavellis Sicht der Dinge, etwa sein Menschenbild oder seine Einstellung zur
Aussenpolitik, die man heute wohl in die Nähe der realistischen Schule verordnen würde.
Im zweiten Buch der Discorsi finden sich vielfältige Anknüpfungspunkte zu anderen Teilen von
Machiavellis Werk. So ergänzen sich etwa das 24. Kapitel und das 20. Kapitel des Principe, welche
beide das Festungswesen behandeln. Dieses Phänomen tritt in vielen Aspekten von Machiavellis
Werk auf und zeigt, dass es aus einem Guss ist, und sich nicht - wie frühe Forschungen an nahmen
- einen "republikanischen" Machiavelli, der sich in den Discorsi zeige, und einen Fürsprecher der
Tyrannis, welcher sich im Principe ausdrücke, gibt, sondern nur einen einzigen Machiavelli, der
ungemein vielschichtig ist und letztlich dem Herzen nach Republikaner ist, wenn er auch in der
Realität seiner Gegenwart vor allem auf den geordneten Staat setzt, der, wenn kein republikanisches
Ethos im Volk vorhanden ist, auch monokratisch regiert werden kann. Dementsprechend stellt sich
sein Gesamtwerk - vor allem der Principe und die Discorsi, aber auch die Geschichte von Florenz
und die Arte della Guerra - als einheitliches Werk dar, in dem Machiavelli seine Grundannahmen
und Thesen an diversen Stellen wieder aufgreift und bearbeitet.
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