Vergleich der Religionsartikel im Augsburger Reichsabschied und im Westfälischen Frieden
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
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Kopierschutz
Nein
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Nein
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Nein
Erscheinungsdatum
10.01.2005
Verlag
GRINSeitenzahl
14 (Printausgabe)
Dateigröße
503 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638337274
Mit der reichsrechtlichen Anerkennung der evangelischen Kirchen und dem Schutz des Landfriedens für die beiden grossen Bekenntnisse im Reich erfolgte zwar durch den Augsburger Religionsfrieden kein Ausgleich im Glaubensstreit, dafür aber die Schaffung einer rein weltliche n Friedensordnung, deren Auswirkungen noch lange auf die politische Ordnung im alten Reich wirken, ja sogar bis in die Gegenwart reichen sollten. Das ist um so erstaunlicher, da der Frieden nicht nur mühsam errungen worden war, sondern auch fragmentarische Kompromisse enthielt, aus denen sehr bald neue, jahrzehntelange Auseinandersetzungen bis hin zum Dreissigjährigen Krieg erwuchsen. Jedoch die Tatsache, dass man auch nach den furchtbaren Erschütterungen des grossen Krieges im Westfälischen Frieden von 1648 wieder zu den Grundsätzen des Religionsfriedens zurückfand, zeigt, dass die Ordnung von 1555 doch eine langfristig tragfähige, vielleicht sogar die einzig mögliche Pazifizierung des Glaubensstreits darstellte.
Die vorliegende Arbeit stellt den Versuch dar, auf der Basis der bisherigen Forschung die im Augsburger Reichsabschied von 1555 formulierten Religionsartikel und deren konfliktträchtigen Zweideutigkeiten offen zu legen. In einem zweiten Schritt soll schliesslich geprüft werden, inwieweit durch die Formulierungen des Westfälischen Friedens die Streitfragen, die sich aus der Auslegung des Augsburger Religionsfriedens ergeben hatten, gelöst worden sind. Lässt sich bei genauerer Prüfung der beiden Friedenswerke dies bestätigen? Einen Lösungsansatz liefert vor allem M. Heckel. Zudem werden unter anderem das Werk von B. M. Kremer, als Quellen die kritische Ausgabe des Augsburger Religionsfriedens von K. Brandi sowie die Westfälischen Friedenswerke von K. Müller herangezogen. Ein Kompromiss wie der Augsburger Religionsfrieden, kann nur aus der Geschichte seiner Entstehung verstanden werden, so dass sich im folgenden die Arbeit mit der Vorgeschichte auseinandersetzen wird, bevor die Religionsartikel vom Augsburger Reichsabschied und dem Westfälischen Frieden dargestellt und deren Interpretationen gezeigt und verglichen werden. [...]
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