Der Zusammenhang zwischen Musik- und Drogenkonsum im Freizeitverhalten junger Erwachsener
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Sprache:Deutsch
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inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
30.12.2005
Verlag
GRINSeitenzahl
71 (Printausgabe)
Dateigröße
740 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638451000
Die Voraussetzungen, die Jugendliche anfällig für Drogen machen, sind vielfältig und komplex. Erziehung, Veranlagung und die im Zuge des Erwachsenwerdens auftretenden Probleme wie Selbstbehauptung in der "peer-group", Abnabelung von den Eltern, Grenzüberschreitungen und Realitätsflucht sind nur einige davon. Für erste Drogenerfahrungen ist in den meisten Fällen das soziale Umfeld verantwortlich, vor allem der Freundeskreis, wo neben Lifestyle, sexuellen Erfahrungen und Parties auch Drogen zum Thema werden. Obwohl Musik oder eine Musikgruppe an sich zwar sicher nicht den Ausschlag dazu gibt, zu Drogen zu greifen, so gehört Musik doch in hohem Masse zum Umfeld Jugendlicher, die Bands und deren Verhalten in Bezug auf Lifestyle, Sex und Drogen genau beobachten und ihren Idolen auch in dieser Hinsicht nachstreben. Als Lehrer, egal welchen Faches, darf man vor dem Problem "Jugendliche und Drogen" nicht die Augen verschliessen oder versuchen, sich seiner Verantwortung zu entziehen, indem man die Zuständigkeit für dieses Problem dem Biologie- oder Vertrauenslehrer zuschiebt. Da Drogen gerade in den Musikbereichen, die von Jugendlichen vorzugsweise gehört werden, oft eine Rolle spielen, hat man als Musiklehrer erst recht die Verantwortung, sich umfassend über dieses Thema zu informieren, vor allem, weil viele Schüler im Musiklehrer einen Ansprechpartner sehen. Darüber hinaus kann man als Lehrer im Gegensatz zu den Eltern, die sich mit diesem Thema meist überfordert fühlen oder sich erst informieren, wenn es bereits zu spät ist, einen gewissen Abstand bewahren.
Ein Eingreifen ist jedoch nur möglich, wenn man selbst genau über Drogen Bescheid weiss und sich nicht von den eigenen Vorurteilen leiten lässt. Unwissen führt dazu, dass man das Problem entweder aus Angst oder Hilflosigkeit ignoriert oder Jugendliche mit Mahnungen und Belehrungen lediglich abschreckt. Der Versuch zu helfen muss in jedem Fall auf Objektivität und einem fundierten Drogenwissen basieren.
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