Aggressionen und Gewalt am Arbeitsplatz. Voraussetzungen, Konsequenzen und Implikationen für Mitarbeiter und Führungskräfte
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
27.07.2004
Verlag
GRINSeitenzahl
33 (Printausgabe)
Dateigröße
574 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638295918
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Psychologie - Arbeit, Betrieb, Organisation, Note: bestanden, FernUniversität Hagen (Fachbereich Kultur- und Sozialwissenschaften Psychologie), Veranstaltung: Konfliktgenese und Konfliktbewältigung in Organisationen, Sprache: Deutsch, Abstract: [...] Er schoss bei einem Amoklauf auf
drei Kollegen. Anschliessend versuchte er, sich selbst das Leben zu nehmen.
Wie der staatliche Rundfunk RNE berichtete, wurden bei der Bluttat nach
inoffiziellen Angaben zwei Beamte getötet. Der Täter war kürzlich als Chef
der paramilitärischen Polizeitruppe "Guardia Civil" (Zivilgarde) in Albacete
abgelöst worden. Er feuerte daraufhin im Hauptquartier der Einheit mit einer Dienstwaffe auf seinen Nachfolger, auf den Polizeiarzt und einen Offizier."
(rp-online, 2003)
Während Mobbing derzeit als Modewort gehandelt wird (Neuberger, 1999)
und damit in das Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt ist,
nehmen Aggressionen in Form von Gewalt eine eher untergeordnete
Stellung ein. Physische Gewalt am Arbeitsplatz fällt zwar unter Leymanns
Kategorisierung der Mobbinghandlungen (Neuberger, 2003, 23) wird aber
in der Häufigkeit des Auftretens bei Opfern relativ selten genannt (Schlaugat,
1999, 30). Laut einer Studie der International Labour Organization (im
folgenden ILO genannt) (2000) nimmt Gewalt am Arbeitsplatz jedoch weltweit
zu und ist "damit nicht das Problem einzelner Länder, Kulturen,
spezieller Arbeitsumgebungen oder Berufe". Frauen sind vor allem in Form
von sexueller Gewalt betroffen, was laut ILO an ihrer Überrepräsentation in
besonders gefährdeten Berufen liegt. Hierzu zählen Taxifahrer, Berufe im
Gesundheitsbereich und Pflegeberufe, Lehrer, Sozialarbeiter, weibliche
ausländische Beschäftigte und besonders weibliche Schichtarbeiter, die
nachts arbeiten müssen. Frauen sind schon deshalb besonders gefährdet,
weil sie überdurchschnittlich häufig in Tätigkeitsfeldern arbeiten, in denen
sie alleine männlichen Mitarbeitern oder Kunden gegenüberstehen.
In dieser Ausarbeitung werden Aggressionen untersucht, die nicht
längerfristig oder systematisch auftreten, sondern sich in Gewalt äussern.
In den Vereinigten Staaten ist Gewalt ein integraler Bestandteil der
Forschung über das Verhalten in Organisationen mit der Überschrift
"Aggression und Gewalt am Arbeitsplatz", zu Beginn der Forschung stand
Gewalt dort im Vordergrund (Baron und Neuman, 1997). Ziel dieser Arbeit
ist es aufzuzeigen, wie Aggressionen am Arbeitsplatz entstehen können,
unter welchen Bedingungen sie sich in Gewalt entladen und wie man
ihnen entgegenwirken kann.
In den folgenden Abschnitten sollen zunächst Definitionen für Aggression
und Gewalt gefunden werden. Anschliessend werden einige theoretische
Modelle für Aggression vorgestellt.
drei Kollegen. Anschliessend versuchte er, sich selbst das Leben zu nehmen.
Wie der staatliche Rundfunk RNE berichtete, wurden bei der Bluttat nach
inoffiziellen Angaben zwei Beamte getötet. Der Täter war kürzlich als Chef
der paramilitärischen Polizeitruppe "Guardia Civil" (Zivilgarde) in Albacete
abgelöst worden. Er feuerte daraufhin im Hauptquartier der Einheit mit einer Dienstwaffe auf seinen Nachfolger, auf den Polizeiarzt und einen Offizier."
(rp-online, 2003)
Während Mobbing derzeit als Modewort gehandelt wird (Neuberger, 1999)
und damit in das Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt ist,
nehmen Aggressionen in Form von Gewalt eine eher untergeordnete
Stellung ein. Physische Gewalt am Arbeitsplatz fällt zwar unter Leymanns
Kategorisierung der Mobbinghandlungen (Neuberger, 2003, 23) wird aber
in der Häufigkeit des Auftretens bei Opfern relativ selten genannt (Schlaugat,
1999, 30). Laut einer Studie der International Labour Organization (im
folgenden ILO genannt) (2000) nimmt Gewalt am Arbeitsplatz jedoch weltweit
zu und ist "damit nicht das Problem einzelner Länder, Kulturen,
spezieller Arbeitsumgebungen oder Berufe". Frauen sind vor allem in Form
von sexueller Gewalt betroffen, was laut ILO an ihrer Überrepräsentation in
besonders gefährdeten Berufen liegt. Hierzu zählen Taxifahrer, Berufe im
Gesundheitsbereich und Pflegeberufe, Lehrer, Sozialarbeiter, weibliche
ausländische Beschäftigte und besonders weibliche Schichtarbeiter, die
nachts arbeiten müssen. Frauen sind schon deshalb besonders gefährdet,
weil sie überdurchschnittlich häufig in Tätigkeitsfeldern arbeiten, in denen
sie alleine männlichen Mitarbeitern oder Kunden gegenüberstehen.
In dieser Ausarbeitung werden Aggressionen untersucht, die nicht
längerfristig oder systematisch auftreten, sondern sich in Gewalt äussern.
In den Vereinigten Staaten ist Gewalt ein integraler Bestandteil der
Forschung über das Verhalten in Organisationen mit der Überschrift
"Aggression und Gewalt am Arbeitsplatz", zu Beginn der Forschung stand
Gewalt dort im Vordergrund (Baron und Neuman, 1997). Ziel dieser Arbeit
ist es aufzuzeigen, wie Aggressionen am Arbeitsplatz entstehen können,
unter welchen Bedingungen sie sich in Gewalt entladen und wie man
ihnen entgegenwirken kann.
In den folgenden Abschnitten sollen zunächst Definitionen für Aggression
und Gewalt gefunden werden. Anschliessend werden einige theoretische
Modelle für Aggression vorgestellt.
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