Bayerns Weg zum modernen Staat
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
30.04.2009
Verlag
GRINSeitenzahl
15 (Printausgabe)
Dateigröße
408 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640323388
Ende des 18. Jahrhunderts stand Bayern mit seinem territorialen Gebiet eingekeilt zwischen den verfeindeten Grossmächten Frankreich und Österreich und musste um seine Souveränität bangen. Die Staatsordnung wurde durch einen kirchlich begründeten Monarchismus und ein auf Adelsgeburt und Grundherrschaft gegründeten Feudalismus geprägt. Mit dem Tod des regierenden Kurfürsten Maximilian III. Joseph am 30.12.1777 erlosch die bayerische Kurlinie der Wittelsbacher. Das bayerische Erbe fiel an die Pfälzische Linie der Wittelsbacher: den Sulzbacher Kurfürsten der Pfalz Karl Theodor. Die über 400 Jahre währende Teilung des Landes der Wittelsbacher war damit aufgehoben und Bayern erstreckte sich neuerdings von den Alpen bis zum Niederrhein. In dem Erbfolgekrieg 1778 verlor Bayern zwar das Innviertel an Österreich, blieb jedoch als Territorialstaat bestehen. Der in München als Hofrat beschäftigte Freiherr von Montgelas begann in jener Krisenzeit zu überlegen, wie er Bayern auf eine breite und feste Staatsbasis stellen konnte. Bayern befand sich in einer katastrophalen Lage, sowohl finanziell als auch strukturell. Erschwert wurde sie Situation, da Standesinteressen vor dem Gemeinwohl Bayerns standen. Für Montgelas als Befürworter der Aufklärung war der Staat nicht Privateigentum des Monarchen, sondern Gesamteigentum der Staatsangehörigen. Schon im September 1796 hatte Montgelas dem Herzog Max Joseph in Ansbach eine "Anleitung zum Verwaltungsaufbau" in Bayern, das sogenannte "Ansbacher Mémoire", vorgelegt.
Hierin vereinigte Montgelas sowohl Grundzüge altbayerischer Verwaltungs- und Rechtstradition mit Ideen der Aufklärung und der französischen Revolution, als auch mit Erfahrungen des aufgeklärten absolutistischen Preussen und Österreich. Montgelas wollte dem Staat Bayern so viel Souveränität wie möglich zugestehen.
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