Autonome Frauenbewegung in Deutschland
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
26.04.2004
Verlag
GRINSeitenzahl
14 (Printausgabe)
Dateigröße
520 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638271509
Ereignisse, die nach 1968 dazu geführt haben, dass sich immer mehr Frauen in der
Bundesrepublik in der autonomen Frauenbewegung engagiert haben, stehen im
Mittelpunkt der Arbeit. Da die Frauenbewegung zu diesem Zeitpunkt auf eine über
hundertjährige Geschichte verfügte, skizziert die Arbeit im ersten Teil (4) zunächst die
Anfänge. Im zweiten Teil (5) soll die Situation nach 1945 beleuchtet werden, um die
Vorraussetzungen zu verstehen, die zur Bildung einer neuen Frauenbewegung geführt
haben. Da sich diese auf Westdeutschland beschränkte, wird die Entwicklung in der
DDR nicht berücksichtigt.
Im dritten Teil (6) soll es darum gehen, zu klären, welche Bedeutung der Kampf gegen
den Paragraph 218 bei der Bildung der neuen Frauenbewegung hatte und warum sich
Frauen in autonomen Frauengruppen organisierten. Den Beginn der Frauenbewegung in Deutschland markierte die Juli-Revolution von
1830 in Frankreich und die bürgerliche Revolution 1848 in Deutschland. Inspiriert durch
die Ideen der Aufklärung und dem Klima des Wandels forderten Frauen die politische,
rechtliche und soziale Gleichstellung mit dem Mann.
Sie forderten das Recht zur Selbstständigkeit und Mündigkeit im Staat, gleiche
Bildungschancen, gleiches Wahlrecht für Männer und Frauen und das Recht auf
Selbstbestimmung.
In der ersten Auflage 1832 der Zeitung "La femme libre" begann der erste Artikel mit
den Worten: "In einer Zeit, da alle Völker sich im Namen der Freiheit auflehnen und der
Proletarier seine Befreiung fordert sollen wir Frauen da etwa passiv bleiben angesichts
der grossen sozialen Emanzipationsbewegung, die vor unseren Augen abläuft? Ist
unser Schicksal so glücklich, dass wir nichts zu fordern hätten? Bis jetzt wurde die Frau
ausgebeutet und tyrannisiert. Diese Tyrannei, diese Ausbeutung muss aufhören. Wir
werden frei geboren wie der Mann, und die eine Hälfte des Menschengeschlechts darf
nicht ungerechterweise der anderen unterworfen sein."1 [...]
1 zitiert in Ute Gerhard "Unerhört" S. 26
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