Sexuelle Aufklärung und Sittenlehre in der Kinder- und Jugendliteratur des 18. Jahrhunderts
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
03.10.2006
Verlag
GRINSeitenzahl
22 (Printausgabe)
Dateigröße
526 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638551038
Kinder sind von Natur aus die neugierigsten Wesen, die es auf der Erde gibt. Sie kommen als "tabula rasa" - als ein unbeschriebenes Blatt - zur Welt, und gehen dann auf eine sehr lange Entdeckungsreise. Denkt man heute an die Begriffe "Kind" und "Kindheit", so verknüpfen viele Menschen etwas beschauliches und unbeschwertes damit, und ordnen sie kleinen hilflosen Wesen zu, die wie eine zarte Blume gehegt und gepflegt werden und deren Lebensweg durch besondere Liebe und Hinwendung auf die Erwachsenenwelt geebnet wird. Die Kindheit und Jugend wird somit als die schönste und unbeschwerteste Zeit, die ein Mensch im Leben haben kann angesehen, aber wie unbeschwert kann sie sein, wenn sie von Moral und Sittenlehre überschattet wird?
Wenn Kinder heutzutage Bücher lesen, dann sind es häufig solche, die zu ihrer Unterhaltung dienen. So gibt es unterschiedliche Buchtypen für die sich Kinder und Jugendliche interessieren können: Erzählungen, Romane, Autobiographien, Bilderbücher, Comics, Krimis, Liebesbücher, Sach- und Geschlechtsbezogene Bücher. Für Heranwachsende besteht somit eine grosse Auswahl an Literatur für welche sie ihr Interesse nach und nach persönlich entfalten können. Geht man jedoch in die Geschichte der Kinder- und Jugendliteratur zurück, so wird deutlich, dass es nicht immer eine solche Gattungsvielfalt gegeben hat.
Im Rahmen der folgenden Hausarbeit werde ich mich mit der Kinder- und Jugendliteratur der Frühen Neuzeit befassen, wobei ich besonders auf die Fragestellung eingehen werde, inwiefern den Kindern der damaligen Zeit sexuelle Aufklärung und Sittenlehre literarisch nähergebracht wurde beziehungsweise ob die frühe Kinderliteratur überhaupt eine belehrende Funktionalität aufweist. Um den Leser meiner Arbeit in das Kernthema einzuführen, werde ich zunächst einen groben Überblick über die soziale Differenzierung zwischen Heranwachsenden und Erwachsenen in der Frühen Neuzeit geben.
Hierbei werde ich mich jedoch auf den pädagogisch - sozialen Status des Kindes beschränken müssen, da eine ausführliche Darlegung des Kindheitsbegriffes in meinem Gesamtkonzept den geforderten Rahmen einer Hausarbeit weit übersteigen würde. Gleichzeitig werde ich den Charakter der Kinder- und Jugendliteratur des
18. Jahrhunderts kurz aufzeigen, um dann im darauffolgenden Schritt Kinderliteratur aus der damaligen Zeit vorzustellen und mich mit meiner Fragestellung ausein-ander zu setzen. Dies bildet den Schwerpunkt meiner Hausarbeit. [...]
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