Mit Strafen leben? Über Strafen und Bestrafungen im zwischenmenschlichen Bereich
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Sprache:Deutsch
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inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
12.11.2003
Verlag
GRINSeitenzahl
20 (Printausgabe)
Dateigröße
541 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638229425
anderen Art und Weise bestraft worden, ob nun von seinen Eltern oder Verwandten,
seinen Lehrern oder Vorgesetzten oder gar von seinen Freunden oder Partnern. Die Mittel
zur Bestrafung sind ebenso vielfältig wie die Methoden der Vertuschung und der
Rechtfertigung und reichen von Schlägen über Liebesentzug bis hin zur völligen Isolation
des "Opfers".
Nun stellt sich allerdings die Frage, ob Strafen und Bestrafungen wirklich notwenig und
zweckdienlich sind, besonders im Hinblick darauf, dass einige Kulturen, wie z.B. die
Eskimos auf Grönland und eine auf einem Korallenatoll in Neuguinea lebende
Gemeinschaft, vollkommen ohne jegliche Art von Bestrafung auskommen.
Dies scheint in unserer zivilisierten und kultivierten Gesellschaft kaum möglich zu sein.
Denn hier herrscht der ehrgeizige Grundgedanke vor, "bessere" Menschen
heranzuziehen. Der Weg zu diesem Menschen ist in zeitlich begrenzte Phasen eingeteilt,
wann etwas gekonnt und erlernt sein muss, wann das Kind z.B. in der Lage sein muss, zu
laufen.
In unserer Gesellschaft ist der ganze Entwicklungsweg einem starren und strengen
Reglement unterworfen, wer in die jeweilige Norm passt und sich in die Gegebenheiten
fügt wird geduldet, wer sich ihnen entgegenstellt wird bestraft.
Daher ist auch eine individuelle Entwicklung nur begrenzt möglich und auf festgelegte
Ziele hin orientiert.
Zur Durchsetzung der Interessen der Gesellschaft bedient man sich von altersher
verschiedener Mittel und Massnahmen, die eine Einhaltung der Vorschriften und Normen
sichern. Dazu gehören die Verbote auf der Einen, Bestrafungen, Züchtigungen und
Massregelungen auf der anderen Seite.
Dieses System wird zwar von der Mehrheit akzeptiert und angesehen, basiert allerdings,
wie oft übersehen wird, auf einer ausgeprägten Macht- und Abhängigkeitsstruktur in die
wir hineingeboren werden und in die wir uns widerstandslos fügen sollen. [...]
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