Das glückliche Paar Die Ehefindung und -schließung in Theodor Fontanes Roman "Der Stechlin"
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
16.09.2008
Verlag
GRINSeitenzahl
25 (Printausgabe)
Dateigröße
511 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640166862
Diese Mutmassung von Czako, dem Freund des Protagonisten Woldemars, möchte ich gern ganz an den Anfang meiner Ausführungen stellen, da sie genau den Konflikt beinhaltet, der den Schwerpunkt dieser Arbeit darstellen soll. Auf den folgenden Seiten möchte ich mein Interesse auf das Liebesverhältnis Armgards zu dem jungen Stechlin sowie auf die Rolle der Gräfin Melusine in dieser Beziehung richten.
Theodor Fontane selbst beschreibt in einem Brief an seinen Zeitschriftenverleger den Inhalt seines Romanes "Der Stechlin" wie folgt: "Zum Schluss stirbt ein Alter, und zwei Junge heiraten sich; - das ist so ziemlich alles, was auf 500 Seiten geschieht." Ich möchte gern im Zuge meiner Hausarbeit versuchen, einen anderen Blickwinkel auf den Roman zu entwickeln, den Weg zur Eheschliessung in den Vordergrund zu stellen und mit der Realität des ausgehenden 19. Jahrhunderts zu vergleichen, zu dessen Zeitpunkt sich gerade eine neue Auffassung von Ehe herausbildete. Heiratsgründe waren nun nicht mehr vordergründig Geld und Standesmässigkeit, sondern auch Liebe und Zuneigung wurden zur offiziellen Rechtfertigung der Ehegründung.
Um diese Thesen auf den "Stechlin" von Theodor Fontane beziehen zu können, muss auf den folgenden Seiten eine Betrachtung der soziokulturellen Frauen- und Ehebilder des 19. Jahrhunderts Erwähnung finden, denn das Grundrecht der Frau sowie das allgemeine Leben der Bürgerinnen und Adligen spielt eine wichtige Rolle im Vergleichsprozess mit dem literarischen Werk Theodor Fontanes.
Der soziokulturelle Schnittpunkt soll folglich Betrachtung in der gender-orientierten Analyse finden, und es soll sich herauskristallisieren, dass es sich bei dem vorliegenden Roman um einen Gesellschaftsroman des 19. Jahrhunderts handelt.
Im Mittelpunkt steht das Gender als ideologisches und soziokulturelles Konstrukt - Geschlecht meint hier also das Wissen, das die körperlichen Unterschiede zwischen Mann und Frau mit Bedeutung belegt sind.
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