Intonatorische Zeichen? Zum Beitrag der Prosodie an der Bildung der Äußerungsbedeutung
-
- Einzelkauf Download ausgewählt
-
Sprache:Deutsch
Fr. 15.90
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
21.08.2003
Verlag
GRINSeitenzahl
26 (Printausgabe)
Dateigröße
279 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638214063
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Germanistik - Linguistik, Note: 1,0, Eberhard-Karls-Universität Tübingen (Deutsches Seminar), Veranstaltung: HS IV: Satztypen im Deutschen, Sprache: Deutsch, Abstract: [...] Die vorliegende Arbeit ist in drei Teile gegliedert. Zunächst soll anhand der Arbeiten
von Inger Rosengren (ROSENGREN 1992,1997) ein Sonderfall intonationsabhängiger Bedeutung, das
Phänomen des Exklamativen, näher betrachtet werden, der besonders vor dem Hintergrund der
Forschungsdebatte zu den Satztypen/Satzmodi zwar schon Gegenstand zahlreicher Untersuchungen
geworden ist, allerdings noch nicht abschliessend als befriedigend geklärt gelten kann. In einem
zweiten Teil sollen dann allgemeinere Aspekte der Intonationsbedeutung angesprochen werden und
die oben bereits erwähnten Forschungsansätze auf diesem Gebiet ausführlicher vorgestellt werden.
Vor dem Hintergrund dieser Theorien ist abschliessend noch kurz zu diskutieren, inwiefern
bedeutungstragende Elemente der Intonation als gradiente oder diskrete Zeichen - und als solche
immer als Gegenstand der Linguistik - aufgefasst werden können oder ob einige Aspekte als
"continuos acoustic variables" (denn andere "linguistic categories" entgegengesetzt sind) (LADD
ET AL. 1985: 435) eher dem Gebiet der Akustik oder Psychologie zuzuweisen und somit als
"paralinguistisch" aus dem eigentlichen Forschungsbereich der Sprachwissenschaft auszuklammern
sind.
Durch den begrenzten Raum dieser Arbeit können leider nur einige wenige Aspekte
der Intonation und ihres Beitrags zur Äusserungsbedeutung angesprochen werden. Zu den Aspekten,
die in diesem Rahmen nicht adäquat behandelt werden können und daher aussen vor bleiben müssen,
zählt auch das vielfältige und gut erforschte Gebiet der Interaktion zwischen Intonation und
Informationsstruktur, im Besonderen die Forschungen zum Fokus-Akzent2.
Methodisch bleibt noch anzumerken, dass es sich bei dieser Arbeit sozusagen nur um
"Forschung aus zweiter Hand" handeln kann. Da sinnvolle experimentelle Intonationsforschung
sowohl Zugang zu ausgereifter Messtechnik als auch tiefgehende Einarbeitung in Phonetik,
Phonologie, physikalische Akustik und Statistik erfordert, konnte keine der im Verlauf dieser Arbeit
erörterten Theorien experimentell nachvollzogen werden, was das Potential dieser Arbeit in gewisser
Weise von vornherein einschränkt, da, wie die verschiedenen Forschungsansätze zeigen, eine
experimentelle Überprüfung der theoretischer Überlegungen unerlässlich ist.
2 Siehe hierzu (mit ausführlichem Literaturverzeichnis): Altmann 1993b.
von Inger Rosengren (ROSENGREN 1992,1997) ein Sonderfall intonationsabhängiger Bedeutung, das
Phänomen des Exklamativen, näher betrachtet werden, der besonders vor dem Hintergrund der
Forschungsdebatte zu den Satztypen/Satzmodi zwar schon Gegenstand zahlreicher Untersuchungen
geworden ist, allerdings noch nicht abschliessend als befriedigend geklärt gelten kann. In einem
zweiten Teil sollen dann allgemeinere Aspekte der Intonationsbedeutung angesprochen werden und
die oben bereits erwähnten Forschungsansätze auf diesem Gebiet ausführlicher vorgestellt werden.
Vor dem Hintergrund dieser Theorien ist abschliessend noch kurz zu diskutieren, inwiefern
bedeutungstragende Elemente der Intonation als gradiente oder diskrete Zeichen - und als solche
immer als Gegenstand der Linguistik - aufgefasst werden können oder ob einige Aspekte als
"continuos acoustic variables" (denn andere "linguistic categories" entgegengesetzt sind) (LADD
ET AL. 1985: 435) eher dem Gebiet der Akustik oder Psychologie zuzuweisen und somit als
"paralinguistisch" aus dem eigentlichen Forschungsbereich der Sprachwissenschaft auszuklammern
sind.
Durch den begrenzten Raum dieser Arbeit können leider nur einige wenige Aspekte
der Intonation und ihres Beitrags zur Äusserungsbedeutung angesprochen werden. Zu den Aspekten,
die in diesem Rahmen nicht adäquat behandelt werden können und daher aussen vor bleiben müssen,
zählt auch das vielfältige und gut erforschte Gebiet der Interaktion zwischen Intonation und
Informationsstruktur, im Besonderen die Forschungen zum Fokus-Akzent2.
Methodisch bleibt noch anzumerken, dass es sich bei dieser Arbeit sozusagen nur um
"Forschung aus zweiter Hand" handeln kann. Da sinnvolle experimentelle Intonationsforschung
sowohl Zugang zu ausgereifter Messtechnik als auch tiefgehende Einarbeitung in Phonetik,
Phonologie, physikalische Akustik und Statistik erfordert, konnte keine der im Verlauf dieser Arbeit
erörterten Theorien experimentell nachvollzogen werden, was das Potential dieser Arbeit in gewisser
Weise von vornherein einschränkt, da, wie die verschiedenen Forschungsansätze zeigen, eine
experimentelle Überprüfung der theoretischer Überlegungen unerlässlich ist.
2 Siehe hierzu (mit ausführlichem Literaturverzeichnis): Altmann 1993b.
Kundinnen und Kunden meinen
Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel
Helfen Sie anderen Kund*innen durch Ihre Meinung