Die Tyrannei verlernen? Zusammenwirken von Souveränskonzeption und Anthropologie als Hindernis der Tyrannei in der Staatstheorie Thomas Hobbes'
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
11.04.2008
Verlag
GRINSeitenzahl
17 (Printausgabe)
Dateigröße
172 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638034975
Wie hier auch der berühmte englische Philosoph John Locke, so wird häufig die an sich uneingeschränkte Machtfülle des "Besitzer[s] der höchsten Gewalt" in Thomas Hobbes' Leviathan kritisiert. Zumal, eingedenk seines äusserst egoistischen Menschenbildes, scheint die Furcht, der hobbessche Staat sei eine despotische Tyrannei sui generis, in der der "Oberherr" seine Macht in hemmungsloser Willkür gegen seine Untertanen richten kann, nicht unbegründet.
Es soll daher in dieser Arbeit untersucht werden, welche Bedingungen für Thomas Hobbes einen tyrannischen Machtmissbrauch des "Oberherrn", d.h. eine gewalttätige und selbstsüchtige Herrschaft zum Schaden der Allgemeinheit, in einem solchen Staat verhindern. Es scheinen hier zwei Hypothesen grundsätzlich von Interesse zu sein. Zum einen hätte Hobbes wohl selbst - obgleich er den Begriff der Tyrannei als Charakteristikum eines Herrschaftsstils explizit ablehnt - entgegnet, dass "selbst die grössten Unannehmlichkeiten bei jeder Staatsverfassung dann kaum merklich werden, wenn man sie mit dem Elend des Krieges vergleicht" . Zum anderen - und nur dies soll im Folgenden bearbeitet werden - könnte das Zusammenwirken der Konzeption des "Souveräns" als "übriggebliebene[r] Naturzustandsbewohner[]" und der hobbesschen Anthropologie selbst, der ebenso der "Oberherr" unterliegt, als eigentlicher Schutz vor tyrannischem Machtmissbrauch betrachtet werden.
Zur Klärung dieses Untersuchungsgegenstandes werden im Folgenden daher zuerst die anthropologischen Prämissen untersucht, d.h., welche Wesenszüge bedingen das menschliche Handeln. Hierbei sind insbesondere das "natürliche Gesetz" , welches Hobbes als eine von der Vernunft gebotene allgemeine Regel begreift, die Vernunft selbst und die menschlichen Leidenschaften gemeint.
Im Anschluss daran soll die Beschaffenheit der "höchsten Gewalt" herausgearbeitet werden.
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