Nationale Interessen und Wirtschaftsinteressen und ihr Einfluß auf die Irakpolitk europäischer Staaten und der USA
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Erscheinungsdatum
01.03.2004
Verlag
GRINSeitenzahl
23 (Printausgabe)
Dateigröße
741 KB
Auflage
1
Sprache
Deutsch
EAN
9783638263009
Staaten wie folgt: "Jeder Versuch einer fremden Macht, die Kontrolle über den Persischen Golf zu
erlangen, wird als Angriff auf die lebenswichtigen Interessen der Vereinigten Staaten von Amerika
angesehen und mit allen erforderlichen Mitteln, einschliesslich militärischen, abgewehrt werden."1
Die irakische Bevölkerung hat - wie die des gesamten Mittleren Ostens - mit derartigen
Doktrinen seit 100 Jahren zu kämpfen. Anstatt ihr materiellen Reichtum und Frieden zu bringen, manövrieren
die enormen Bodenschätze die Region ständig in Konflikte mit Weltmächten und Kolonialherren
- gerade der Blick auf das aktuelle politische Geschehen macht dies wieder deutlich. Seit
Anfang des 20. Jahrhunderts ist dem Irak seine politische Eigenständigkeit nur aus rohstoffpolitischen
Gründen verwehrt worden. Erst das despotische Regime der Baath-Partei schaffte es, das Land dem
Einfluss der Kolonialherren und deren riesigen Ölgesellschaften zu entziehen.
Wie weit spielen sicherheitspolitische Erwägungen der Industriestaaten Westeuropas und
Nordamerikas eine Rolle im Mittleren Osten? Wie gross ist der Einfluss von Interessengruppen auf die
Aussenpolitik dieser Länder? Können Wirtschaftsinteressen so relevant werden, dass deshalb Kriege
geführt werden? Ist der Einfluss von Interessengruppen noch mit den allgemeinen Funktionen von
Interessengruppen - Interessenartikulation, -aggregation, -selektion und politische Integration - vereinbar?
Am Beispiel des Iraks wird versucht, Antworten auf diese Fragen zu finden.
An dieser Stelle sei noch anzumerken, dass es sich als sehr schwierig herausstellte, geeignete
statistische Daten über Ex- und Importe von Waren und Gütern in und aus dem Irak zu finden. Selbst
im zu Rate gezogenen ,UNCTAD Handbook of Statistics', dass eigentlich einen groben aber
kompletten Überblick über den Handel verschiedener Länder miteinander liefern soll, ist der Irak oft
mit einem ,Sternchen' versehen, dass auf fehlende Daten hinweist. So kam es, dass sämtliche in dieser
Arbeit angeführte wirtschaftliche Daten aus (angeführter) Sekundärliteratur entnommen wurde.
1 Zit. n. Woodward, Bob (1991): Die Befehlshaber, Köln.
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