Bernhard von Clairvaux: Epistula 363 - Der Aufruf zum Zweiten Kreuzzug. Der historische Kontext und seine Folgen
-
- Einzelkauf Download ausgewählt
-
Sprache:Deutsch
Fr. 15.90
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
09.01.2005
Verlag
GRINSeitenzahl
24 (Printausgabe)
Dateigröße
617 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638336888
Ich werde im Rahmen dieser Arbeit den historischen Kontext und die näheren Umstände darlegen, die Bernhard dazu veranlassten, in dieser entschiedenen Weise für den Kreuzzug einzutreten. Von Interesse ist in diesem Zusammenhang auch, inwiefern es des Abtes eines durchaus bekannten aber dennoch einfachen Klosters in Burgund bedurfte, das erst wenige Jahre zuvor gegründet worden war und bei weitem nicht den mit Abteien wie Fleury, Saint-Denis oder Cluny vergleichbaren Einfluss hatte, um die Begeisterung für den Zweiten Kreuzzug in ganz Europa zu entfachen. Es liegt also die Vermutung nahe, dass die Person Bernhards eine nähere Betrachtung erfordert, um die Zusammenhänge der wieder aufkommenden Kreuzzugsbewegung zu verstehen. Hierbei dient die Vita Prima, die erste Biographie Bernhards, die von berühmten Zeitgenossen wie Wilhelm von St. Thierry bereits zu seinen Lebzeiten begonnen und unmittelbar nach seinem Tod fertiggestellt worden ist, als massgebliche Quelle.
Zunächst ist allerdings die Entstehung des Kreuzzugsgedankens im Hochmittelalter im allgemeinen zu beleuchten und somit in aller Kürze die Frage zu klären, warum gerade in jener Zeit eine solche alle gesellschaftlichen, politischen und klerikalen Schichten umfassende europäische Bewegung entstand. Auch ist in diesem Zusammenhang zu untersuchen, was wir genau unter einem Kreuzzug zu verstehen haben und was ihn qua definitionem von einem gewöhnlichen Kriegszug unterscheidet.
Einen ausführlichen Abschnitt nimmt darauffolgend die Analyse der Epistula 363 ein, in der Bernhard vehement für die Beteiligung am Kreuzzug wirbt. Das Ergebnis seiner Predigten war ein enormes Aufflammen der nahezu erloschenen Kreuzzugsbegeisterung und das Aufbrechen zum Zweiten Kreuzzug, der jedoch als desaströser Misserfolg endete, was nicht ohne Folgen für das christliche Europa und vor allem für seine Urheber - in erster Linie Bernhard selbst- blieb.
Noch keine Bewertungen vorhanden
Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel
Helfen Sie anderen Kundinnen und Kunden durch Ihre Meinung.