Die Krankheiten in Hartmanns von Aue 'Der arme Heinrich'
-
- Einzelkauf Download ausgewählt
-
Sprache:Deutsch
Fr. 13.90
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
06.07.2004
Verlag
GRINSeitenzahl
13 (Printausgabe)
Dateigröße
310 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638288392
lebensbedrohlichen Krankheit finden. Das Leiden an einer solchen Krankheit wird sowohl
als Nebenhandlung, aber auch als Haupthandlung in das Erzählgeschehen eingebunden
und determiniert so einen grundlegenden Teil dieser Literatur.
Dies beruht sicherlich auf der weitläufigen Verbreitung dieser Krankheiten, was dazu
führte, dass Menschen dieser Zeit sich stets damit auseinandersetzen mussten. Wie viele
Erscheinungen, die das Leben einschränken und bedrohen, somit massive Auswirkungen
auf eine Gesellschaft haben, schlägt sich diese allgegenwärtige Auseinandersetzung auch
in der Literatur nieder.
Interessant ist hier insbesondere die damalige Sichtweise auf den Ursprung dieser
Krankheiten. Als konkretes Beispiel ist hier die Lepra zu nennen, von der angenommen
wurde sie habe einen religiösen Ursprung und sei durch eine des Erkrankten begangenen
Sünde hervorgerufen wurden.
In diesem Kontext ist vor allem das Werk Hartmanns von Aue "Der arme Heinrich" ein
interessantes Untersuchungsfeld. In ihm erkrankt ein hochadliger Ritter (Heinrich) am
Aussatz und dies obwohl er als nahezu perfekter (mittelalterlicher) Mensch in die
Erzählung eingeführt wird. Unter Einbeziehung seines bis dahin fehlerlosen Lebens
entsteht hier nun die Frage nach dem Ursprung seiner Krankheit. Die Erklärung einer
begangenen Sünde als Ursprung seiner Erkrankung ist (trotz der Meinung einiger
Interpreten) kaum haltbar. Ein Ziel dieser Arbeit soll es also sein den Ursprung dieser
Krankheit mit Hilfe anderer Interpretationsansätze zu klären. Wichtig ist hierbei, dass sich
die Arbeit trotzdem im religiösen Rahmen, der das damalige Leben bestimmte verbleiben
wird. Es geht also nicht darum reale medizinische Erklärungen zu finden sondern darum
das Werk zu interpretieren.
Bemerkenswert ist an Hartmanns von Aue "Der arme Heinrich" ebenso die Krankheit der
zweiten Hauptfigur, eines Mädchens. Hier handelt es sich um einen Interpretationsansatz,
der in der Forschungsliteratur nur knapp abgehandelt wird. Allein durch die quantitativen
Proportionen der Erzählung (im Mittelteil dominiert dieses Mädchen das Gedicht) scheint
es mir jedoch unmöglich nicht auch auf ihre Krankheit einzugehen. [...]
Noch keine Bewertungen vorhanden
Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel
Helfen Sie anderen Kundinnen und Kunden durch Ihre Meinung.