Konsequenzen der post-empiristischen Sprachphilosophie für die metaethische Diskussion Moralischer Realismus und die Frage nach der Begründung der Moral
-
- Einzelkauf Download ausgewählt
-
Sprache:Deutsch
Fr. 5.40
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
08.08.2011
Verlag
GRINSeitenzahl
251 (Printausgabe)
Dateigröße
2114 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640978533
Doktorarbeit / Dissertation aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache), Note: (1) Magna Cum Laude, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main (Institut für Philosophie), Sprache: Deutsch, Abstract:
Die Arbeit liefert eine historische Rekonstruktion der post-empiristischen sprachphilosophischen Prämissen, die zu der heutigen Debatte um den moralischen Realismus führten. Diese Perspektive ermoglicht, die Schwächen der realistischen Position sichtbar zu machen, in dem man auf die Unzulänglichkeiten der pragmatischen Sprachphilosophie zeigt, die ihr Rückhalt gibt. In diesem Zusammenhang untersucht die Arbeit die relevantesten Argumente in der Diskussion um den Moralischen Realismus, insbesonders bezüglich der Frage nach der Wahrheit dichter ethischer Aussagen. In Rahmen einer sprachanalytischen Untersuchung, welche 'dichte Begriffe' als kondensierte Aussagen versteht, und dabei die sogenannte ,Entanglement These' in Frage stellt, wird eine nicht-realistische, aber dennoch kognitivistische Position vertretten
Die Arbeit befasst sich ferner mit der Frage nach der Möglichkeit einer realistischen Begründung der Moral und nähert sich von dieser Perspektive aus wieder der Debatte um den moralischen Realismus an. Es geht mir darum zu untersuchen, inwiefern diese Diskussion um den moralischen Realismus einen Beitrag zur Beantwortung der Begründungsfrage liefern kann. Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass die Diskussion um die Frage nach der Wahrheit moralischer Aussagen, nichts Entscheidendes zur Beantwortung der Frage nach einer realistischer Begründbarkeit der Moral liefern kann. Dasselbe gilt für die Diskussion im Rahmen der Diskursethik nach der Richtigkeit moralischer Normen. Auch diese Diskussion - unabhängig davon, ob wir die Gültigkeit von Normen im (anti-realistischen) Sinne von Richtigkeit oder von (realistischer) Wahrheit verstehen - kann weder die Rede von einer realistischen Begründung der Moral noch einen Moralischen Realismus im genuinen Sinne rechtfertigen. Um eine solche Rechtfertigung zu liefern, müsste man beweisen, dass dem Massstab (an dem die Richtigkeit moralischer Normaussagen oder Aussagen zu prüfen wäre) selbst ein realistisch verstandener ontologischer Status gegeben werden kann. Solange die Richtigkeit bzw. Wahrheit moralischer Aussagen von der Befriedigung eines nicht im realistischen Sinne bewiesenen Massstabes abhängt, ist die Rede von einem Moralischen Realismus fehl am Platze.
Die Arbeit setzt sich unter anderem mit den Positionen von John.McDowell, Simon Blackburn, Crispin Wright, Bernard Williams, Hilary Putnam, Cristina Lafont, Jürgen Habermas auseinander.
Die Arbeit liefert eine historische Rekonstruktion der post-empiristischen sprachphilosophischen Prämissen, die zu der heutigen Debatte um den moralischen Realismus führten. Diese Perspektive ermoglicht, die Schwächen der realistischen Position sichtbar zu machen, in dem man auf die Unzulänglichkeiten der pragmatischen Sprachphilosophie zeigt, die ihr Rückhalt gibt. In diesem Zusammenhang untersucht die Arbeit die relevantesten Argumente in der Diskussion um den Moralischen Realismus, insbesonders bezüglich der Frage nach der Wahrheit dichter ethischer Aussagen. In Rahmen einer sprachanalytischen Untersuchung, welche 'dichte Begriffe' als kondensierte Aussagen versteht, und dabei die sogenannte ,Entanglement These' in Frage stellt, wird eine nicht-realistische, aber dennoch kognitivistische Position vertretten
Die Arbeit befasst sich ferner mit der Frage nach der Möglichkeit einer realistischen Begründung der Moral und nähert sich von dieser Perspektive aus wieder der Debatte um den moralischen Realismus an. Es geht mir darum zu untersuchen, inwiefern diese Diskussion um den moralischen Realismus einen Beitrag zur Beantwortung der Begründungsfrage liefern kann. Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass die Diskussion um die Frage nach der Wahrheit moralischer Aussagen, nichts Entscheidendes zur Beantwortung der Frage nach einer realistischer Begründbarkeit der Moral liefern kann. Dasselbe gilt für die Diskussion im Rahmen der Diskursethik nach der Richtigkeit moralischer Normen. Auch diese Diskussion - unabhängig davon, ob wir die Gültigkeit von Normen im (anti-realistischen) Sinne von Richtigkeit oder von (realistischer) Wahrheit verstehen - kann weder die Rede von einer realistischen Begründung der Moral noch einen Moralischen Realismus im genuinen Sinne rechtfertigen. Um eine solche Rechtfertigung zu liefern, müsste man beweisen, dass dem Massstab (an dem die Richtigkeit moralischer Normaussagen oder Aussagen zu prüfen wäre) selbst ein realistisch verstandener ontologischer Status gegeben werden kann. Solange die Richtigkeit bzw. Wahrheit moralischer Aussagen von der Befriedigung eines nicht im realistischen Sinne bewiesenen Massstabes abhängt, ist die Rede von einem Moralischen Realismus fehl am Platze.
Die Arbeit setzt sich unter anderem mit den Positionen von John.McDowell, Simon Blackburn, Crispin Wright, Bernard Williams, Hilary Putnam, Cristina Lafont, Jürgen Habermas auseinander.
Kundinnen und Kunden meinen
Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel
Helfen Sie anderen Kund*innen durch Ihre Meinung