Der Cargo-Kult am Beispiel der Pailau-Bewegung
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
25.03.2007
Verlag
GRINSeitenzahl
9 (Printausgabe)
Dateigröße
252 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638617215
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Ethnologie / Volkskunde, Note: 1,0, Universität Hamburg, Veranstaltung: Südseevölker, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Begriff Cargo-Kult bezeichnet ein primär Melanesisches Phänomen, bei dem die Stationierung amerikanischer Truppen auf Inseln mit noch relativ traditionell lebender Bevölkerung religiöse Heilserwartungen auslöste.
Die Inselbewohner beobachteten, wie Schneisen in den Wald gerodet, diese
beleuchtet und mit weissen runden Schlägern gewunken wurde, auf dass donnernde
Stahlvögel zu Boden glitten und "Cargo" brachten oder abwarfen. Irgendwann kamen keine neuen Güter mehr. Und fortan versuchten die Menschen, die neuen Götter - und damit das Cargo - durch die Nachahmung der beobachteten Rituale wieder herbeizulocken: Sie schlagen Schneisen in den Wald, führen Tänze mit weissen Fächern auf, schnitzen Kopfhörer aus Holz und der örtliche Prophet hisst jeden Morgen die Flagge der Götter - die Stars and Stripes.
Dieser sehr verkürzten und natürlich die Skurrilität des Cargo-Kultes betonenden Sicht ist es zu verdanken, dass der Begriff "Cargo-Kult" auch in der englischen Wirtschaftssprache und unter Programmierern als Synonym für eine effektlose, obwohl "richtig" ausgeführte Handlung gilt. Darüber hinaus wird gerne von Soziologen die Parallele zum Cargo-Kult gezogen um Kaufräusche und Materialismus in den Industriestaaten zu kommentieren. Eine genauere Betrachtung des Cargo-Kult Phänomens und vor allem der sozialpolitischen Bewegungen innerhalb des Glaubens (in dieser Hausarbeit an der "Vorzeigebewegung" dieser Richtung, dem Paliau-Kult, illustriert) wird die Tragik-Komik des Populärwissens über Cargo-Kulte jedoch verblassen lassen. [...]
Die Inselbewohner beobachteten, wie Schneisen in den Wald gerodet, diese
beleuchtet und mit weissen runden Schlägern gewunken wurde, auf dass donnernde
Stahlvögel zu Boden glitten und "Cargo" brachten oder abwarfen. Irgendwann kamen keine neuen Güter mehr. Und fortan versuchten die Menschen, die neuen Götter - und damit das Cargo - durch die Nachahmung der beobachteten Rituale wieder herbeizulocken: Sie schlagen Schneisen in den Wald, führen Tänze mit weissen Fächern auf, schnitzen Kopfhörer aus Holz und der örtliche Prophet hisst jeden Morgen die Flagge der Götter - die Stars and Stripes.
Dieser sehr verkürzten und natürlich die Skurrilität des Cargo-Kultes betonenden Sicht ist es zu verdanken, dass der Begriff "Cargo-Kult" auch in der englischen Wirtschaftssprache und unter Programmierern als Synonym für eine effektlose, obwohl "richtig" ausgeführte Handlung gilt. Darüber hinaus wird gerne von Soziologen die Parallele zum Cargo-Kult gezogen um Kaufräusche und Materialismus in den Industriestaaten zu kommentieren. Eine genauere Betrachtung des Cargo-Kult Phänomens und vor allem der sozialpolitischen Bewegungen innerhalb des Glaubens (in dieser Hausarbeit an der "Vorzeigebewegung" dieser Richtung, dem Paliau-Kult, illustriert) wird die Tragik-Komik des Populärwissens über Cargo-Kulte jedoch verblassen lassen. [...]
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