Die Rolle der Untertageverlagerung in der deutschen Rüstungsproduktion 1943-1945
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
14.03.2008
Verlag
GRINSeitenzahl
115 (Printausgabe)
Dateigröße
2796 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638023399
Magisterarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg, Note: 1,3, Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg, Sprache: Deutsch, Abstract: Es ist kaum auszudenken, dass vor mehr als 60 Jahren Höhlen, Bergwerke und Strassentunnel eine grosse Hoffnung der deutschen Rüstungswirtschaft symbolisierten: Bombensichere Produktion.
Bereits 1936 wurden im Rahmen der deutschen Kriegsvorbereitungen Überlegungen zum baulichen Luftschutz der Bevölkerung und Industrie angestellt. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten derartige Überlegungen nur in militärischen Kreisen Berücksichtigung gefunden, etwa beim Bau der Maginot-Linie. Man erkannte jedoch, dass die Beschränkung auf Verbunkerung der Frontlinien im nächsten zwischenstaatlichen Konflikt nicht ausreichen würde.
Die Luftfahrzeugtechnik hatte sich seit 1919 erheblich weiterentwickelt und insbesondere die Vergrösserung der Einsatzreichweite ermöglichte es nun, Industriegebiete und Städte des Gegners mit schnellen und intensiven Luftangriffen erheblich zu schädigen. Die Gesamtmenge der Bombenlast, die zwischen 1941 und 1945 durch britische und amerikanische Flugzeuge auf das vom Deutschen Reich besetzte Europa abgeworfen wurde, betrug mehr als 2,6 Millionen Tonnen.
Beachtung verdient die Tatsache, dass sich die Produktion vieler deutscher Rüstungszweige trotz der umfangreichen alliierten Luftoffensiven bis zum September 1944 immer wieder erholen und sogar steigern konnte. Zahlreiche Faktoren bewirkten diese Entwicklung, aber mitunter waren dafür auch Industrieverlagerungen verantwortlich. Fraglich bleibt die Rolle der unterirdischen Verlagerung...
Eine Aufstellung verschiedener deutscher Ämter vom November 1944 sah eine Gesamtfläche von mehr als 7,8 Millionen Quadratmetern unterirdischen Raumes für die Rüstungswirtschaft vor. Die Flugzeugindustrie hatte mit ca. drei Millionen geplanten Quadratmetern den grössten Anteil an dieser Fläche, nutzte Untertageverlagerungen also in besonders hohem Masse. Wie erfolgreich die Vorhaben in diesem Rüstungssektor verliefen, an welche Bedingungen ihr Erfolg oder Misserfolg geknüpft war und welche Bedeutung sie letztendlich für die Flugzeugproduktion hatten, ist bisher nicht näher untersucht worden.
Die Klärung dieses Sachverhalts ist der erste Teil der Fragestellung. Ausserdem werden die Ergebnisse der Analyse zu denen zweier anderer Rüstungszweige, der Kugellager- und Mineralölindustrie, in Bezug gesetzt, um auch eine branchenübergreifende Aussage dazu treffen zu können, inwieweit unterirdische Rüstungsproduktion bedeutsam war.
Bereits 1936 wurden im Rahmen der deutschen Kriegsvorbereitungen Überlegungen zum baulichen Luftschutz der Bevölkerung und Industrie angestellt. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten derartige Überlegungen nur in militärischen Kreisen Berücksichtigung gefunden, etwa beim Bau der Maginot-Linie. Man erkannte jedoch, dass die Beschränkung auf Verbunkerung der Frontlinien im nächsten zwischenstaatlichen Konflikt nicht ausreichen würde.
Die Luftfahrzeugtechnik hatte sich seit 1919 erheblich weiterentwickelt und insbesondere die Vergrösserung der Einsatzreichweite ermöglichte es nun, Industriegebiete und Städte des Gegners mit schnellen und intensiven Luftangriffen erheblich zu schädigen. Die Gesamtmenge der Bombenlast, die zwischen 1941 und 1945 durch britische und amerikanische Flugzeuge auf das vom Deutschen Reich besetzte Europa abgeworfen wurde, betrug mehr als 2,6 Millionen Tonnen.
Beachtung verdient die Tatsache, dass sich die Produktion vieler deutscher Rüstungszweige trotz der umfangreichen alliierten Luftoffensiven bis zum September 1944 immer wieder erholen und sogar steigern konnte. Zahlreiche Faktoren bewirkten diese Entwicklung, aber mitunter waren dafür auch Industrieverlagerungen verantwortlich. Fraglich bleibt die Rolle der unterirdischen Verlagerung...
Eine Aufstellung verschiedener deutscher Ämter vom November 1944 sah eine Gesamtfläche von mehr als 7,8 Millionen Quadratmetern unterirdischen Raumes für die Rüstungswirtschaft vor. Die Flugzeugindustrie hatte mit ca. drei Millionen geplanten Quadratmetern den grössten Anteil an dieser Fläche, nutzte Untertageverlagerungen also in besonders hohem Masse. Wie erfolgreich die Vorhaben in diesem Rüstungssektor verliefen, an welche Bedingungen ihr Erfolg oder Misserfolg geknüpft war und welche Bedeutung sie letztendlich für die Flugzeugproduktion hatten, ist bisher nicht näher untersucht worden.
Die Klärung dieses Sachverhalts ist der erste Teil der Fragestellung. Ausserdem werden die Ergebnisse der Analyse zu denen zweier anderer Rüstungszweige, der Kugellager- und Mineralölindustrie, in Bezug gesetzt, um auch eine branchenübergreifende Aussage dazu treffen zu können, inwieweit unterirdische Rüstungsproduktion bedeutsam war.
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