Die Bedeutung des Liebes-/Todestranks in Wagners "Tristan und Isolde"
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
08.08.2011
Verlag
GRINSeitenzahl
19 (Printausgabe)
Dateigröße
925 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640978670
Richard Wagner hat für seine Opernrezeption die Erzählung Gottfrieds als Vorbild verwendet. Auch er bietet dem Trank-Motiv breiten Raum. Das gemeinsame Trinken ist der zentrale Wendepunkt des ersten Aktes und geht dem Liebesgeständnis von Tristan und Isolde unmittelbar voraus. Wiederholt erinnern sich die Liebenden an den Trank als Ursprung ihres emotionalen Wandels und der nachfolgenden Geschehnisse. Andererseits sind die Diskrepanzen zwischen Wagners Oper und seiner mittelalterlichen Vorlage kaum zu übersehen. Anstelle des einfachen Liebestranks, wird der Zuschauer zusätzlich mit einem Todestrank konfrontiert und die Geschichte damit kompliziert. Ausserdem enthält die von Isolde berichtete Vorgeschichte Andeutungen, die darauf schliessen lassen, dass der Ursprung ihrer Liebe schon vor der Einnahme des Trankes lag.
Es stellt sich deshalb die Frage, welche Funktion Wagner den beiden Tränken zukommen lässt. Ist der Liebestrank immer noch alleiniger Auslöser der Gefühle, wie er uns bei Gottfried begegnet? Oder ist seine Bedeutung weniger zentral? Und wenn Tristan und Isolde sich bereits vor der Einnahme des Trankes lieben, welche Bedeutung kommt ihm dann zu?
Ich werde mich der Beantwortung dieser Fragen auf zweierlei Weise nähern: Einerseits durch die Untersuchung des Librettos und andererseits durch die musikalische Analyse einiger für diesen Zusammenhang bedeutender Stellen der Partitur.
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