Die (Selbst-)Darstellung des Adels im höfischen Roman
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
12.12.2013
Verlag
GRINSeitenzahl
24
Maße (L/B/H)
21/14.8/0.3 cm
Gewicht
51 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-656-55263-5
erkannt worden; Erich Auerbach schreibt: "Die Selbstdarstellung des feudalen Rittertums in seinen Lebensformen und Idealvorstellungen ist die
eigentliche Absicht des höfischen Romans."
Ausgehend von dieser Pointierung Auerbachs macht sich die
vorliegende Arbeit die Darstellung des Adels bei Chrétien de Troyes
zum Thema, mit dem Ziel, die Intention des höfischen Romans
hinsichtlich seiner unterstellten ideologischen Funktion zu beurteilen.
Weil in diesem Zusammenhang eine Diskussion des Ideologiebegriffs
den Rahmen sprengen würde, werden darunter hier die individuellen
und sozialen Idealvorstellungen einer Schicht verstanden.
Zunächst sollen kurz die äusseren Lebensformen des Adels in Form
eines Epochenüberblicks und einer Analyse der Gesellschaftsordnung
erinnert werden; daran schliesst sich eine Darstellung der
Feudalideologie des 12. Jahrhunderts an, in deren Mittelpunkt das
ritterliche Ideal und seine Verarbeitung durch die Literatur seiner
Blütezeit3 stehen. Sie wird mit der im ersten Kapitel erschlossenen
historischen Realität kontrastiert werden. Dann soll die
Adelsdarstellung vor allem in Chrétiens erstem Roman Erec et Enide
untersucht werden; zwar eignen sich grundsätzlich alle Werke
Chrétiens zu diesem Zweck, wenn man sich auf die geistige Seite der
feudalen Idealvorstellungen konzentriert. Weil aber nur der Erec die
wirtschaftlichen Verhältnisse seiner Akteure erörtert, ist er auch für die
materielle Seite und somit insgesamt bevorzugt heranzuziehen.
Aufbauend auf diesen Erkenntnissen soll dann abschliessend die Frage
der Funktion des höfischen Romans anhand verschiedener
Forschungsmeinungen erörtert werden, wobei vor allem der Aspekt
der funktionalisierten Selbstdarstellung interessiert.
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