Konversationelle Implikaturen
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Beschreibung
Produktdetails
ISBN
978-3-656-56100-2
Auflage
1. Auflage
Erscheinungsdatum
21.12.2013
Bundesländer
Baden-Württemberg + weitere
Unterrichtsfächer
Deutsch + weitere
Schulformen
Universitäten/Hochschulen
Einband
Taschenbuch
Verlag
GRINSeitenzahl
32
Maße (L/B/H)
21/14.8/0.3 cm
Gewicht
62 g
Sprache
Deutsch
Semantik durch die ihr zugeschriebenen Aufgaben zu definieren. Frege
beispielsweise sieht die Aufgabe einer Semantik darin, die wörtliche Bedeutung
von sprachlichen Ausdrücken so zu definieren, dass sich die wörtliche Bedeutung
eines komplexen Ausdrucks aus den wörtlichen Bedeutungen seiner einzelnen
Teile und deren Anordnung ergibt. Ausserdem soll die Semantik mit Hilfe der
Bedeutungen eines Aussagesatzes festlegen, unter welchen Bedingungen dieser
Satz wahr ist. Diese Auflagen sollen zu einer Verständigungstheorie beitragen, zu
deren Hauptaufgabe es gehört zu definieren, was "mit der Äusserung eines
bestimmten Satzes bei einer bestimmten Gelegenheit zum Ausdruck" gebracht
und verstanden wird. Die Gebrauchstheorie der Bedeutung dagegen geht davon
aus, dass die wörtliche Bedeutung eines Satzes "möglichst viel Aufschluss darüber
gibt, welche kommunikative Rolle die Äusserung dieses Satzes in einer
Sprachgemeinschaft spiel[t] [...], in der diese Sprache zum Zwecke der
Verständigung benutzt wird". Die Gesamtheit dessen, was mit der Äusserung
eines bestimmten Satzes bei einer bestimmten Gelegenheit ausgedrückt und
verstanden wird, bezeichnet den Äusserungsinhalt, also alles, was mit einer
Äusserung inhaltlich übermittelt wird. Der Satzinhalt dagegen bezeichnet die
Wahrheitsbedingungen, die von der wörtlichen Bedeutung einer bestimmten
Äusserung bei einer bestimmten Gelegenheit festgelegt werden - also das, was der
Satz selbst mit Hilfe seiner wörtlichen Bedeutung übermittelt.
Das Problem der gebrauchstheoretischen Richtung ist nun, dass die
"unübersichtliche Mannigfaltigkeit der Äusserungsinhalte ein und desselben
Satzes" kaum in eine kompositionale Bedeutungstheorie gezwängt werden kann,
wie Frege dies von einer Semantik verlangt. Die Frege-Tradition wiederum sieht
sich mit dem Problem konfrontiert, dass der enorme Abstand zwischen dem
enggefassten Satzinhalt und dem viel weiteren Äusserungsinhalt kaum durch eine
Theorie überbrückt werden kann.
Einen Ansatz zur Lösung des Problems der Frege-Tradition bildet die Theorie der
konversationellen Implikaturen von Paul Grice. Mit Hilfe dieser Theorie ist es
möglich, von einem enggefassten Satzinhalt auf einen inhaltlich weit entfernten
Äusserungsinhalt zu schliessen.
In dieser Arbeit sollen die Grundlagen zu Grices Theorie der konversationellen
Implikaturen sowie auch die Theorie selbst vorgestellt und im weiteren auch
angewendet werden. [...]
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