Gesualdos und Nennas Madrigal "Ancide sol la morte" im musikhistorischen Kontext
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
16.04.2014
Verlag
GRINSeitenzahl
40
Maße (L/B/H)
21/14.8/0.4 cm
Gewicht
73 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-656-63841-4
Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Musikwissenschaft, Note: 2,0, Universität Basel (Institut für Musikwissenschaft), Veranstaltung: Die Entdeckung der Chromatik im 16. Jahrhundert, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Beabsichtigungen dieser wissenschaftlichen Arbeit, die zwei unterschiedliche Kompositionen in nächste Nähe ru¿ckt, fussen auf die Undurchsichtigkeit des Musikverständnisses jenes Zeitraums, der den Übergang zwischen Renaissance und Barock markiert. Damit ist in erster Linie die Rezeption Carlo Gesualdos - Fürst von Venosa - gemeint, der der Nachwelt gemeinhin als der durch Mord und Eifersucht in die Verzweiflung getriebene Musiker in Erinnerung blieb. Die ungeheure Tat ereignete sich im Jahr 1590 als Gesualdo seine junge Ehefrau Maria d'Avalos samt ihres Geliebten nach einem vorgetäuschten Jagdausflug in flagranti ertappte und im Beisein seiner anwesenden Jagdgesellschaft kaltblütig ermordete. Später in seinem Leben zog sich der nun unter Depressionen und Wahnvorstellungen leidende Komponist in sein gleichnamiges Schloss zuru¿ck, wo sein Leben, isoliert und vereinsamt, 1613 ein Ende fand. Seither wird Gesualdos Werk stets von seiner aufwu¿hlenden Biografik u¿berschattet. Extravagant und seiner Zeit vorauseilend gelten seine Kompositionen, deren Hauptaugenmerk auf insgesamt sechs vero¿ffentlichte Madrigalba¿nder liegt. Hochchromatische Strukturen verbinden sich hier mit einer herben Harmoniesprache und das Ergebnis ist eine stets von starken Affekten durchzogene Musik. Seine expressive Scho¿pfungskraft erfa¿hrt so in der Erschu¿tterung seines Lebens eine psychologische Deutung.3 Diesem "traditionellen" Zugang soll nun stattdessen ein musikhistorischer treten. Es soll der Frage nachgegangen werden, ob Gesualdos Werken tatsa¿chlich den Ruf der Einmaligkeit gebu¿hren, oder ob sie nicht viel mehr aus dem reichhaltigen musikalischen Umfeld entsprangen, in dem sich der Prinz stets bewegte.
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