Man kann sich die Zeit zurückwünschen, als der "technische Riese" noch schlief. Dabei muss man beherzigen, dass er nie geschlafen hat -er war nur so lange mit der Aufholjagd gegenüber Europa und USA beschäftigt, dass seine Stärken bei uns nicht sichtbar wur den. Kenner der Szene hätten dieses Geschehen und dessen spätere Auswirkungen bereits im Jahr 1970 voraussagen können und haben es ja auch getan (2). Kenner sagen einen ähnlichen Aufstieg übrigens heute für andere fernöstliche Länder voraus - so z. B. für Korea - wobei dann natürlich eine neue Kräfteverteilung der "fernöstlichen Giganten" untereinander und im Verhältnis zu der westlichen Welt erfolgen muss und wird. Damit das westliche F&E-Management den neuen Verteilungskampf zu seinen Gun sten beeinflusssen kann, muss es sich konstruktiv mit der japanischen Vorgehensweise im F&E-Prozess auseinandersetzten. Hier hilft das vorgestellte "Prozessmodell F&E-Management" (vgl. Abb. 1), indem es als "benchmark" die japanischer Vorgehensweise im Entwicklungs-bzw. Produktentste hungsgang transparent macht. Es ermöglicht die genaue Analyse der Teilprozesse Zielset zung, Durchführung sowie Abstimmung und Rückkopplung und das darin eingesetzte Instrumentarium speziell japanischer Wesensart. Die daraus gewonnene Erkenntnis ist die Voraussetzung dafür, dass auch die eigenen Stärken und Schwächen erkannt und aus bzw. abgebaut werden können.
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