Mehrsprachigkeit als verschenkter Reichtum Identitätsstifter Herkunftssprache zwischen Ablehnung und Wertschätzung
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Sprache:Deutsch
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inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
08.10.2014
Verlag
GRINSeitenzahl
47 (Printausgabe)
Dateigröße
1407 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656764182
Ein grosser Teil der Heranwachsenden wächst deshalb mit zwei oder mehreren Sprachen auf, d.h. die Erst- bzw. Zweitsprache ist eine andere als Deutsch. Kinder bringen dadurch unterschiedliche sprachliche Voraussetzungen mit, sobald sie Bildungsinstitutionen,wie Kindertagesstätten und Schulen, besuchen. Dort werden ihre sprachlichen Ressourcen allerdings oft nur unzureichend berücksichtigt und wertgeschätzt. Denn obwohl ein erheblich grosser Teil der Kinder mehrsprachig aufwächst, spiegeln sich ihre Herkunftssprachen häufig weder im Tagesablauf, in Materialien wie z.B. Büchern noch in der Personalstruktur wieder. Mehrsprachigkeit bewegt sich in einem gesellschaftlichen Spannungsfeld, das durch Ablehnung und Wertschätzung gekennzeichnet ist.
Die Bachelorarbeit verfolgt das Ziel herauszufinden, wie Mehrsprachigkeit in einem Einwanderungsland wie Deutschland bewertet wird und ob das Prestige von Sprachen Einfluss auf die Identitätsentwicklung von Heranwachsenden nimmt.
Ausserdem möchte ich mich der Frage stellen, inwiefern die Ablehnung bzw. Wertschätzung von Herkunftssprachen Risiken bzw. Chancen für die Identitätsentwicklung von Heranwachsenden darstellen kann. Mein Anliegen ist es zu zeigen, wie gesellschaftliche Bedingungen und daraus resultierende Einstellungen, die u.a. durch Bildungsinstitutionen und deren pädagogischem Fachpersonals zum Ausdruck kommen, auf Individuen einwirken. Hierbei lege ich meinen Fokus insbesondere auf die Sensibilisierung und Qualifizierung von PädagogInnen, weil sie es sind, die in der täglichen Interaktion die Beziehung zu mehrsprachigen Kindern gestalten und latente Einstellungen zum Ausdruck bringen. Mehrsprachigkeit muss in einem Einwanderungsland wie Deutschland als Ressource begriffen werden, die es wertzuschätzen gilt.
Im Rahmen einer Bachelorarbeit ist es nur ansatzweise möglich, einem Thema wie Mehrsprachigkeit gerecht zu werden. Sprachwissenschaftliche Ergebnisse werden eine untergeordnete Rolle spielen. Schwerpunktmässig soll die Arbeit zur Reflexion von Einstellung gegenüber Herkunftssprachen anregen und zur Sensibilisierung beitragen.
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