„Irgendwo ein Zimmer. Vielleicht in einer Grossstadt. Durchgemachte Nächte. Ausgedrückte Zigaretten. Neonlicht.“ - so beschreibt der Verfasser c.wimmer den Umriss seines Versbandes „Synthetik“. Doch statt einer Standortbestimmung, eines einzelnen Zimmers, handelt es sich am Ende doch vielmehr um eine Reise, wenngleich sie auch mental stattfinden mag; eine Reise als verzweifelter Versuch eines Fussfassens, eines sich Zurechtfindens in einer zunehmend kühleren, synthetischen Welt, in deren Tiefe der Isolation es vermeintlich dennoch so etwas wie Träume und Gefühle gibt. Nachhallend wirkt vor allem der durchgehend sehr langsame, schwerfällige, fast hypnotische Rhythmus, mit welchem die schimmernden Bilder kreiert werden. Der drei Zyklen umfassende Gedichtband (insgesamt 50 Gedichte u. 5 Illustrationen) weist dabei eine über die Jahre sich verändernde, sich entwickelnde Struktur auf, immer aber durchzogen von dem einen, selben Grundmotiv, und reicht so von den ersten verlorenen Anfängen „Blau“ (2007) bis hin zu dem Bekenntnis „Love“ (2014).
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