›Volksgemeinschaft‹ unter Vorbehalt Gesinnungskontrolle und politische Mobilisierung in der Herrschaftspraxis der NSDAP-Kreisleitung Göttingen
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
12.12.2014
Abbildungen
mit 10 Abbildungen
Verlag
Wallstein VerlagSeitenzahl
504
Maße (L/B/H)
22.8/14.6/4 cm
Gewicht
818 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-8353-1654-6
Nach der Machtübernahme wuchsen in der NSDAP rasch Zweifel, ob sich die »Volksgenossen« aus Überzeugung, Indifferenz oder Opportunismus konform verhielten. Die Parteileitung formulierte daher Verhaltensanforderungen an die »arische« Bevölkerung, die sich auf immer grössere Bereiche erstreckten - sowohl im Privat- als auch im Berufsleben. Mit der Umsetzung vor Ort waren die NSDAP-Kreisleitungen und ihre Funktionäre beauftragt, sie sollten die Einhaltung dieses dynamischen Normenkatalogs der »Volksgemeinschaft« kontrollieren und damit gewährleisten, dass nur ideologisch konforme »Volksgenossen« in staatlichen Institutionen Karriere machten, Sozialleistungen oder öffentliche Auszeichnungen erhielten.
Die Autorin zeigt am Beispiel der Universitätsstadt Göttingen, wie die NSDAP anhand der Parteigutachten Personalpolitik und Amtspraxis von Universität und Stadtverwaltung beeinflusste, wobei auch alltägliche Beobachtungen der Funktionäre in die Bewertungen mit einflossen. Das steigende Ausmass der Beurteilungen überforderte die lokalen Parteiapparate bald und führte zu einer Mischung aus Willkür und bürokratischem Schein, aus der die Gutachten schliesslich ihre Wirkungsmacht bezogen.
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