Kantor Friedrich August Rehm Eine Studie zur Situation mecklenburgischer Dorfschullehrer im letzten Jahrhundert der Monarchie
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- Deutsch ausgewählt
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
13.02.2015
Verlag
Waxmann Verlag GmbHSeitenzahl
242
Maße (L/B/H)
23.5/16.5/1.7 cm
Gewicht
445 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-8309-3225-3
Diese Entwicklung wurde nach 1860, befördert durch die grossherzogliche Administration, durch den Einfluss der evangelisch-lutherischen Geistlichkeit in Mecklenburg blockiert. Nach Schliessung des „freien“ Lehrerseminars in Ludwigslust konnte der verloren gegangene Einfluss der Kirchenadministration in der Lehrerausbildung im neuen Seminar in Neukloster – trotz moderner Lehrmethoden – wieder gesichert werden. Es nützte wenig, dass der Schweriner Arbeiterverein im Landtag für die Schule eine Trennung von Kirche und Staat forderte. Die Kritik der Lehrer an der mangelhaften pädagogischen Kompetenz der vorgesetzten Geistlichkeit, die sie in ihren jährlichen Versammlungen vortrugen, blieb bis zum Ende der Monarchie ohne Resonanz bei den Schulbehörden.
In dieser Studie wird der konfliktreiche Arbeitsalltag des Küsterschullehrers und Organisten Friedrich August Rehm (1849–1935) behandelt. Bei dem Versuch, Regeln der modernen Schulhygiene durchzusetzen, wurde er von dem lokalen Prediger abgestraft. Das daraus resultierende Gerichtsverfahren trieb kuriose Blüten und wurde mit viel Sympathie seitens der mecklenburgischen Lehrerschaft und der Presse ausserhalb Mecklenburgs verfolgt. Friedrich Rehm war überdies Autor eigener plattdeutscher Erzählungen und einer der produktivsten Sammelhelfer des Volkskundlers Richard Wossidlo.
Der Verfasser dieser Schrift, ein Enkel Friedrich Rehms, war Direktionsmitglied in der Pharmaindustrie und lehrte an der Universität Zürich.
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