Transzendentalpoesie bei 160 BPM. Frühromantische Reflexion in Rainald Goetz' Erzählung "Rave"
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Beschreibung
Produktdetails
ISBN
978-3-656-88688-4
Auflage
1. Auflage
Erscheinungsdatum
15.02.2015
Bundesländer
Baden-Württemberg + weitere
Unterrichtsfächer
Deutsch
Schulformen
Universitäten/Hochschulen
Einband
Taschenbuch
Verlag
GRINSeitenzahl
28
Maße (L/B/H)
21/14.8/0.3 cm
Gewicht
56 g
Sprache
Deutsch
Diese Kritiken zeugen nicht nur von einer oberflächlichen Lektüre, denn der Held in Rave bleibt keinesfalls namenlos, sie unterschlagen auch eine zentrale Leistung des Textes. Es stimmt, Rave handelt von der Auflösung von Sinn im endlosen Takt der Musik, von Frauen, die zu "süssen Mäusen" (R, 81) degradiert erscheinen, von Exzess und Nihilismus. Darüber hinaus stellt sich Goetz allerdings, und das ebenfalls im Text, die Frage "wann, wo, und wie kann dieses ALLES in welchen Portionen und Teilchen, und zwar an welcher Stelle genau gesagt werden?" (R, 209) Damit öffnet er eine Ebene der Reflexion über Literatur und Sprache, die sich nach Stephan Wackwitz in eine Genealogie zu Friedrich Schlegel und Novalis, den "Kritikerpoeten" der deutschen Frühromantik, setzen lässt. Was bisher oft betont, aber nie umfassend analysiert wurde, ist das Verhältnis von inhaltlicher Darstellung und poetischer Reflexion dieser Darstellung. Gerade in diesem Wechselverhältnis, so die These dieser Arbeit, greift jedoch die zentrale Analogie zu einer Poetologie und Kunstphilosophie der Frühromantik. Erst durch das Konzept der "Transzendentalpoesie" werden jene Grundmuster frühromantischer Literaturtheorie signifikant, die das Fundament bilden für dessen komplexe Formgebungsverfahren.
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