Politik und Massenmedien: Der Vietnamkrieg in der US-amerikanischen Kriegsberichterstattung
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
19.01.2015
Verlag
GRINSeitenzahl
20 (Printausgabe)
Dateigröße
311 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656878940
Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation, Note: 1,7, FernUniversität Hagen (Literaturwissenschaftliches Institut), Veranstaltung: Kultur, Literatur, Medien, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Vietnamkrieg wurde als erster "Fernsehkrieg" und "living-room-war" im kulturellen Gedächtnis abgelegt. Den Massenmedien, insbesondere den Bildmedien, kam bei der Übertragung von Informationen über den Krieg sowie der öffentlichen Wahrnehmung des Krisenschauplatzes eine besondere Rolle zu.
Der Soziologe Niklas Luhmann (1927-1998) hat sich ausführlich mit diesen Massenmedien beschäftigt. 1996 erschien sein Buch "Die Realität der Massenmedien". Darin erläutert er, wie er die Massenmedien als ein Teilsystem seiner umfassenden Gesellschaftstheorie (Systemtheorie) begreift. Luhmanns Interesse gilt der Theorie der Gesellschaft im Ganzen. Diese hat sich im Laufe ihrer Evolution bis heute immer weiter ausdifferenziert und dabei zahlreiche Subsysteme herausgebildet, wie z.B. das System der Wirtschaft, das System der Politik oder eben das System der Massenmedien. Für seine Theorie hat der Soziologe einen umfangreichen Begriffs- und Funktionsapparat entwickelt, den er auf jedes der einzelnen Systeme anwendet. In der folgenden Arbeit soll dieses Luhmann'sche Konzept vorgestellt sowie Begriffe und Zusammenhänge konkret am Massenmediensystem näher erläutert werden. Anschliessend erfolgt die Anwendung dieser Theorie auf ein historisches Beispiel: es geht um die Analyse der massenmedialen Berichterstattung (beschränkt auf die Publizistik im US-amerikanischen Raum) des Vietnamkriegs und die Frage, welche Realitäten diese über den Krieg konstruiert haben.
Die Welt ist nach Luhmanns Meinung nicht als direkte Erkenntnis zugänglich. Massenmedien bilden die Realität also nicht einfach ab, sondern als Beobachter der Gesellschaft entscheiden sie, was Information bzw. Nichtinformation ist und selektieren nach bestimmten Kriterien, was zum Thema der Berichterstattung wird. Massenmedien bestimmen so unsere Wahrnehmung von der Welt, denn was nicht durch sie kommuniziert wird, ist sozial nicht existent. Diese These verdeutlicht Luhmann durch den berühmten Satz, mit dem er sein Buch über die Realität der Massenmedien einleitet: "Was wir über unsere Gesellschaft, ja über die Welt, in der wir leben, wissen, wissen wir durch die Massenmedien."1 Dieses Wissen um die Geschehnisse in Vietnam hat im Zuge des Kriegsverlaufs Wandel erlebt, der im engen Zusammenhang mit der öffentlichen Meinung steht. Die öffentliche Meinung ist das Medium, durch welches das System der Politik sich selbst beobachten und folgend die eigenen Handlungen abstellen kann.
Der Soziologe Niklas Luhmann (1927-1998) hat sich ausführlich mit diesen Massenmedien beschäftigt. 1996 erschien sein Buch "Die Realität der Massenmedien". Darin erläutert er, wie er die Massenmedien als ein Teilsystem seiner umfassenden Gesellschaftstheorie (Systemtheorie) begreift. Luhmanns Interesse gilt der Theorie der Gesellschaft im Ganzen. Diese hat sich im Laufe ihrer Evolution bis heute immer weiter ausdifferenziert und dabei zahlreiche Subsysteme herausgebildet, wie z.B. das System der Wirtschaft, das System der Politik oder eben das System der Massenmedien. Für seine Theorie hat der Soziologe einen umfangreichen Begriffs- und Funktionsapparat entwickelt, den er auf jedes der einzelnen Systeme anwendet. In der folgenden Arbeit soll dieses Luhmann'sche Konzept vorgestellt sowie Begriffe und Zusammenhänge konkret am Massenmediensystem näher erläutert werden. Anschliessend erfolgt die Anwendung dieser Theorie auf ein historisches Beispiel: es geht um die Analyse der massenmedialen Berichterstattung (beschränkt auf die Publizistik im US-amerikanischen Raum) des Vietnamkriegs und die Frage, welche Realitäten diese über den Krieg konstruiert haben.
Die Welt ist nach Luhmanns Meinung nicht als direkte Erkenntnis zugänglich. Massenmedien bilden die Realität also nicht einfach ab, sondern als Beobachter der Gesellschaft entscheiden sie, was Information bzw. Nichtinformation ist und selektieren nach bestimmten Kriterien, was zum Thema der Berichterstattung wird. Massenmedien bestimmen so unsere Wahrnehmung von der Welt, denn was nicht durch sie kommuniziert wird, ist sozial nicht existent. Diese These verdeutlicht Luhmann durch den berühmten Satz, mit dem er sein Buch über die Realität der Massenmedien einleitet: "Was wir über unsere Gesellschaft, ja über die Welt, in der wir leben, wissen, wissen wir durch die Massenmedien."1 Dieses Wissen um die Geschehnisse in Vietnam hat im Zuge des Kriegsverlaufs Wandel erlebt, der im engen Zusammenhang mit der öffentlichen Meinung steht. Die öffentliche Meinung ist das Medium, durch welches das System der Politik sich selbst beobachten und folgend die eigenen Handlungen abstellen kann.
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