Deutschland. Zugpferd Europas oder Leben auf Kosten südeuropäischer Länder?
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
01.06.2015
Verlag
GRINSeitenzahl
16
Maße (L/B/H)
21/14.8/0.2 cm
Gewicht
40 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-656-97093-4
Essay aus dem Jahr 2013 im Fachbereich BWL - Wirtschaftspolitik, Note: 1,0, Private Fachhochschule für Wirtschaft und Technik Vechta-Diepholz-Oldenburg; Abt. Diepholz (Fachbereich Ingenieurwesen), Veranstaltung: Wirtschaftspolitik, Sprache: Deutsch, Abstract: "Es geht auch dich an, wenn deines Nachbarn Haus brennt" schrieb der römische Dichter Horaz bereits zwischen 65 und 8 vor Christus. Rund 2000 Jahre später weiss man auch in Deutschland, dass die Staatsschuldenkrise im Euroraum eine Gefahr ist, auch wenn das Feuer derzeit nicht in unmittelbarer Nachbarschaft brennt, sondern besonders in den südeuropäischen Ländern Portugal, Spanien und Griechenland hohe Flammen schlägt. Man hat also erkannt, dass diese Krise ein Problem ist, das es innerhalb der Europäischen Union zu lösen gilt. Die Verursacher und Schuldigen für diese Krise sucht man bisher fast ausschliesslich in den betroffenen Staaten selbst und versucht daher mit hohen Sparauflagen, die man vor allem Griechenland auferlegt, den Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Welche Rolle Deutschland in der Entstehung dieser Krise eingenommen hat, bleibt allerdings häufig unbeleuchtet. Die Situation in Deutschland ist schliesslich nicht schlecht. Die starke Exportwirtschaft sorgt für Überschüsse bei der Leistungsbilanz, die die Importe und Exporte von Gütern erfasst. Das wiederum führt zu Wohlstand und geringer Arbeitslosigkeit. Deutschland ist innerhalb der Europäischen Union eines der wenigen Länder, die noch nicht in einer Rezession angekommen sind und trägt bei der Bewältigung der Staatsschuldenkrise mit der Bereitstellung von Krediten die grösste Last aller EU-Mitgliedsstaaten. Warum sollte man also in Deutschland nach Schuldigen für die derzeitige Situation suchen? Deutschland hat sich mit einer stark zurückhaltenden Lohnpolitik in den letzten zwei Jahrzehnten einen grossen Standortvorteil gegen-über den anderen Staaten der EU verschafft. In Kombination mit einer gestiegenen Produktivität hat das dazu geführt, dass der deutsche Staat weitaus wettbewerbsfähiger ist als andere Staaten. Deutsche Unternehmen können ihre Waren kostengünstig herstellen und im Ausland vertreiben. Folglich erzielt Deutschland hohe Leis-tungsbilanzüberschüsse, die sich unter anderem auf Seiten der südeuropäischen Staaten als Leistungsbilanzdefizite niederschlagen und für eine steigende Staatsverschuldung sorgen. Es stellt sich also die Frage: Ist Deutschland das Zugpferd Europas oder lebt es auf Kosten der südeuropäischen Länder?
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