Der neue Geist des Kapitalismus und die Rolle der Kritik bei Boltanski und Chiapello
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
23.03.2015
Verlag
GRINSeitenzahl
14 (Printausgabe)
Dateigröße
279 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656926139
Die Schlüsse in Bezug auf die Aufgaben soziologischer Theorie, die aus diesen Betrachtungen gezogen werden, sind dabei allerdings äusserst verschieden. Die Frage danach, ob Soziologie die irrationalen Momente kapitalistischer Vergesellschaftung kritisieren soll oder sich lediglich auf deren Analyse und die Beobachtung in der Gesellschaft stattfindender Kritik beschränken soll, wird sehr verschieden beantwortet. Während einige Vertreter/innen des Faches unter Bezugnahme auf die geschichtliche Entwicklung der Soziologie darauf verweisen, dass sie seit jeher einen kritischen Anspruch verfolgte, verweisen gleichzeitig die Verfechter/innen der "Soziologie der Kritik" auf die mangelnden Wertneutralität kritischer Soziologie.
In der vorliegenden Arbeit werde ich mich mit der Rolle der Kritik im Werk Luc Boltanskis und Eve Chiapellos beschäftigen. Hierbei ist speziell ihre Auffassung über den Einfluss der Kritik auf die Dynamik der Veränderung des Kapitalismus interessant. Boltanksi und Chiapello vertreten die These, dass der Kapitalismus auf Kritik angewiesen ist. Um die Wechselwirkung zwischen den beiden Begriffen erklären zu können, führen die Autor/innen den Begriff des "Geist des Kapitalismus" in ihrem Werk ein.
Im Folgenden werde ich versuchen, das Modell des sozialen Wandels zu rekonstruieren. Hierzu werde ich mich zunächst den drei Schlüsselbegriffen des Werkes - Kapitalismus, Geist des Kapitalismus und Kritik - widmen. Es soll jeweils darum gehen, die Begriffe zu definieren und ihre Bedeutung für die Theorie zu erläutern. Anschliessend werde ich versuchen die Begriffe in ein Verhältnis zu setzen und ihre gegenseitigen Wechselwirkungen zu erläutern.
Abschliessend ist noch die Frage zu klären, ob sich der Theorieansatz, den Boltanski und Chiapello entwerfen, der kritischen Soziologie zuordnen lässt, oder ob sich die Autor_innen eher der Soziologie der Kritik verschreiben.
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