Kritische Weissseinsforschung zeichnet der Anspruch eines kritischen Imperativs aus, der den erforderlichen Denk_Raum für einen streitbaren Dialog Schwarz und weiss positionierter Beiträge schafft. Schwarze und weisse Fragestellungen sind von unterschiedlicher Art – eröffnen die einen grundsätzliche Strukturdebatten über Wissenszugänge und Machtverhältnisse, so befassen sich die anderen vornehmlich mit speziellen Themenkomplexen. Die Wahrnehmung dieser Differenz, die ein Instrument des methodischen Grundansatzes der Kritischen Weissseinsforschung ist, wird durch den Umstand begreifbar, dass der jeweils unterschiedliche Blick auf gesellschaftliche Hierarchien und die sich daraus ergebende Verschiedenheit individueller Betroffenheit in erster Linie historisch erklärbare Tatsachen sind.
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