Antifaschismus als Legitimation einer linksextremistischen Herrschaft am Beispiel der DDR
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Erscheinungsdatum
10.05.2016
Verlag
GRINSeitenzahl
18 (Printausgabe)
Dateigröße
497 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668213913
Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Politik - Thema: Frieden und Konflikte, Sicherheit, Note: 2,0, Universität Passau (Lehrstuhl für Politikwissenschaft), Veranstaltung: Politischer Extremismus als Gegenmodell zum demokratischen Verfassungsstaat, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Analyse der Rolle, die dem Antifaschismus sowohl in der Legitimation und Integration als auch in der Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit in der DDR zukam, soll zentrales Thema dieser Arbeit sein.
Bekennt man sich offen zu den Grundsätzen einer freiheitlich-demokratischen Ordnung, so impliziert dies zweifellos eine Ablehnung des Faschismus als Form von totalitärer, diktatorischer Herrschaft. Spricht man dabei im Umkehrschluss jedoch allen überzeugten Antifaschisten eine demokratische Grundüberzeugung zu, so ist diese Gleichsetzung definitiv unzutreffend. Keineswegs ist jeder Antifaschist gleichzeitig auch Befürworter der Demokratie.
Die Ablehnung von Faschismus ist nicht selten der einzige gemeinsame Nenner verschiedener Gruppen von Antifaschisten. Zu oft wurde und wird der Begriff Antifaschismus von Bewegungen benutzt, die neben ihrer Gegnerschaft zum Faschismus ebenso offen ihre Ablehnung einer demokratischen Ordnung kundtun. Unter dem Vorwand des Antifaschismus legitimieren sie ihre Vorstellung einer Gesellschaftsordnung. Gleichzeitig werben sie um Unterstützung von demokratischen Partnern, die auf dem Konsens des Antifaschismus zu Bündnissen bereit sind.
Antifaschismus kann aus rein demokratischen Überzeugungen betrieben werden, jedoch ist die Bekämpfung des Faschismus nicht immer auch mit dem Willen verbunden, eine demokratische Ordnung vor allen Formen einer Diktatur zu schützen. Der Antifaschismus richtet sich per se gegen den rechtsextremistischen Faschismus, nicht aber zwingend gegen eine andere Form der Diktatur.
In der Geschichte der DDR spiegelt sich genau dieser Ansatz eines extremistischen Antifaschismus wieder. Zwar grenzte sich die parteipolitische Führung mit ihrem antifaschistischen Staat klar zum kapitalistischen Faschismus der Vergangenheit ab, doch stand die Errichtung eines demokratischen Staates nie zur Debatte. Stattdessen diente der Begriff Antifaschismus stets zur Legitimation der Parteiführung und der Existenz der DDR-Diktatur.
Bekennt man sich offen zu den Grundsätzen einer freiheitlich-demokratischen Ordnung, so impliziert dies zweifellos eine Ablehnung des Faschismus als Form von totalitärer, diktatorischer Herrschaft. Spricht man dabei im Umkehrschluss jedoch allen überzeugten Antifaschisten eine demokratische Grundüberzeugung zu, so ist diese Gleichsetzung definitiv unzutreffend. Keineswegs ist jeder Antifaschist gleichzeitig auch Befürworter der Demokratie.
Die Ablehnung von Faschismus ist nicht selten der einzige gemeinsame Nenner verschiedener Gruppen von Antifaschisten. Zu oft wurde und wird der Begriff Antifaschismus von Bewegungen benutzt, die neben ihrer Gegnerschaft zum Faschismus ebenso offen ihre Ablehnung einer demokratischen Ordnung kundtun. Unter dem Vorwand des Antifaschismus legitimieren sie ihre Vorstellung einer Gesellschaftsordnung. Gleichzeitig werben sie um Unterstützung von demokratischen Partnern, die auf dem Konsens des Antifaschismus zu Bündnissen bereit sind.
Antifaschismus kann aus rein demokratischen Überzeugungen betrieben werden, jedoch ist die Bekämpfung des Faschismus nicht immer auch mit dem Willen verbunden, eine demokratische Ordnung vor allen Formen einer Diktatur zu schützen. Der Antifaschismus richtet sich per se gegen den rechtsextremistischen Faschismus, nicht aber zwingend gegen eine andere Form der Diktatur.
In der Geschichte der DDR spiegelt sich genau dieser Ansatz eines extremistischen Antifaschismus wieder. Zwar grenzte sich die parteipolitische Führung mit ihrem antifaschistischen Staat klar zum kapitalistischen Faschismus der Vergangenheit ab, doch stand die Errichtung eines demokratischen Staates nie zur Debatte. Stattdessen diente der Begriff Antifaschismus stets zur Legitimation der Parteiführung und der Existenz der DDR-Diktatur.
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