Social Turn? Das Soziale in der gegenwärtigen Literatur(-wissenschaft)
-
- Deutsch ausgewählt
Fr. 51.90
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Paperback
Erscheinungsdatum
19.04.2017
Herausgeber
Haimo Stiemer + weitereVerlag
VelbrückSeitenzahl
288
Maße (L/B/H)
22.2/13.9/2.1 cm
Gewicht
424 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-95832-101-4
Warnhinweis
Dieses Produkt benötigt gemäss Artikel 9 Absatz 7 der GPSR-Verordnung keine Warnhinweise.
gesellschaftlicher Verhältnisse, ihre Affirmation oder Kritik sowohl im literaturkritischen
Diskurs als auch in der Gegenwartsliteratur unlängst eine zunehmende Bedeutung. Literatur erscheint in dieser Perspektive (wieder) als ein privilegiertes Medium der gesellschaftlichen Erkenntnis und als Instanz einer gesellschaftlichen Suchbewegung. Vor diesem Hintergrund ist es nachvollziehbar und auffällig, dass die soziale Relevanz der literarischen bzw. kulturellen Produktion verstärkt thematisiert wird.
Dieser Aufwertung der sozialen Referenzialität von Literatur steht jedoch eine literaturwissenschaftliche Praxis gegenüber, die soziale Sachverhalte aus ihrem
Gegenstandsbereich weitgehend verbannt hat. Insbesondere bei den Theorien, die aus dem Strukturalismus wie dem Poststrukturalismus hervorgegangen sind, spielen die in den Texten beschriebene Wirklichkeit, die Beziehung dieser Wirklichkeit zu den Texten, die Entstehungsbedingungen oder die realen Rezeptionsvorgänge keine nennenswerte Rolle. Mit welchen theoretischen Herangehensweisen gilt es den neueren gegenwartsliterarischen Entwicklungen also zu begegnen? Und deutet sich bei der literaturwissenschaftlichen Verarbeitung dieser neueren Phänomene ein social turn an?
Der Sammelband vereint Beiträge, die sich den ästhetischen Transformationen und den Thematisierungsweisen des Sozialen in der Gegenwartsliteratur wie dem Bedingungsgefüge der entsprechenden Texte innerhalb des Literaturbetriebs widmen. Anhand konkreter Beispiele wird dabei gefragt, welches gesellschaftsdiagnostische und -kritische Potential diesen Texten zukommt. Zugleich stehen theoretische Perspektiven zur Diskussion, die für sich jenseits klassisch-sozialhistorischer Modelle die Rückholung des Sozialen in den literaturwissenschaftlichen Diskurs beanspruchen.
Kundinnen und Kunden meinen
Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel
Helfen Sie anderen Kund*innen durch Ihre Meinung