Eine Übersetzung des Rostocker Drucks 'Reynke Vosz de Olde' von 1539 aus dem Mittelniederdeutschen Auszug: Zweites Buch. Erstes Kapitel - Wie gegen Reineke Fuchs das zweite Mal Klage geführt wird
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
27.06.2016
Verlag
GRINSeitenzahl
19 (Printausgabe)
Dateigröße
762 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668247680
Studienarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik, Note: 1,7, Universität Rostock (Germanistik), Veranstaltung: Reynke Vosz de Olde, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Hausarbeit enthält eine Übersetzung des Rostocker Drucks "Reynke Vosz de Olde" von 1539 aus dem Mittelniederdeutschen. Der ausgewählte Auszug bezieht sich auf das zweite Buch, erstes Kapitel - Wie gegen Reineke Fuchs das zweite Mal Klage geführt wird. Ausserdem wird auf die Problematik eingagangen, die bei der Transkription und Übersetzung zustande kommt.
Heute gibt es eine grosse Auswahl von nahezu unveränderten Reineke-Geschichten. Ihr Inhalt jedoch bleibt der gleiche: Der listige Fuchs Reineke mogelt sich mit Hilfe von Lügen und Bosheiten durch sein Leben.
Auch der Rostocker Reineke-Druck trägt diesen Inhalt. Den Lübecker Druck als Vorbild, entschloss sich Ludwig Dietz 1839 lediglich kleine Veränderungen vorzunehmen. Er überarbeitete die Form zeitgemäss und fügte Kommentare hinzu, die die Lehren und Sünden dieser Geschichte unterstreichen. Der Inhalt wurde jedoch kaum verändert.
So steht auch in dieser Edition der skrupellose und smarte Reineke im Mittelpunkt der Erzählung. Es beginnt mit einem Hoftag des Königs Nobel, dem Löwen, zu dem alle Tiere eingeladen sind. Nur Reineke der Fuchs ist nicht anwesend. Alle Versammelten beschweren sich über den Übeltäter Reineke, da er Angehörige quält, vergewaltigt oder sogar tötet. Um ihn bestrafen zu können, schickt der König Braun, den Bären und Hinz, den Kater, damit sie ihn zum Hofe bringen. Jedoch scheitern beide durch Reinekes List und können nur schwer verletzt dem Tod entrinnen.
Der König wird wütend und lässt ein Todesurteil über Reineke verhängen. Als dieser aber zum Gericht kommt, dreht er den Spiess um. Er behauptet Opfer eines Komplotts zu sein. Der Bär Braun und der Wolf Isegrim werden unverhofft als Hochverräter erklärt und der listige Fuchs kommt frei. Mit dem Vorwand eine Pilgerfahrt nach Rom zu gestalten, macht dieser sich auf und davon. Als aber der abgebissene Kopf des Meister Lampe an den König geschickt wird, kann der Verrat überführt werden. Der König Nobel veranlasst einen zweiten Hoftag, an dem erneut unzählige Tiere über Reineke klagen. Der Herrscher aller Tiere entschliesst sich einen Zweikampf zwischen dem starken Wolf Isegrim und Reineke stattfinden zu lassen. Obwohl körperlich unterlegen besticht Reineke auch hier mit seiner Durchtriebenheit: Er trifft dem Wolf mit seinem Urin direkt in die Augen und setzt ihn somit ausser Gefecht. Als Sieger des Kampfes geniest er grosse Bewunderung des Publikums und wird als Kanzler des Reichs eingestellt.
Heute gibt es eine grosse Auswahl von nahezu unveränderten Reineke-Geschichten. Ihr Inhalt jedoch bleibt der gleiche: Der listige Fuchs Reineke mogelt sich mit Hilfe von Lügen und Bosheiten durch sein Leben.
Auch der Rostocker Reineke-Druck trägt diesen Inhalt. Den Lübecker Druck als Vorbild, entschloss sich Ludwig Dietz 1839 lediglich kleine Veränderungen vorzunehmen. Er überarbeitete die Form zeitgemäss und fügte Kommentare hinzu, die die Lehren und Sünden dieser Geschichte unterstreichen. Der Inhalt wurde jedoch kaum verändert.
So steht auch in dieser Edition der skrupellose und smarte Reineke im Mittelpunkt der Erzählung. Es beginnt mit einem Hoftag des Königs Nobel, dem Löwen, zu dem alle Tiere eingeladen sind. Nur Reineke der Fuchs ist nicht anwesend. Alle Versammelten beschweren sich über den Übeltäter Reineke, da er Angehörige quält, vergewaltigt oder sogar tötet. Um ihn bestrafen zu können, schickt der König Braun, den Bären und Hinz, den Kater, damit sie ihn zum Hofe bringen. Jedoch scheitern beide durch Reinekes List und können nur schwer verletzt dem Tod entrinnen.
Der König wird wütend und lässt ein Todesurteil über Reineke verhängen. Als dieser aber zum Gericht kommt, dreht er den Spiess um. Er behauptet Opfer eines Komplotts zu sein. Der Bär Braun und der Wolf Isegrim werden unverhofft als Hochverräter erklärt und der listige Fuchs kommt frei. Mit dem Vorwand eine Pilgerfahrt nach Rom zu gestalten, macht dieser sich auf und davon. Als aber der abgebissene Kopf des Meister Lampe an den König geschickt wird, kann der Verrat überführt werden. Der König Nobel veranlasst einen zweiten Hoftag, an dem erneut unzählige Tiere über Reineke klagen. Der Herrscher aller Tiere entschliesst sich einen Zweikampf zwischen dem starken Wolf Isegrim und Reineke stattfinden zu lassen. Obwohl körperlich unterlegen besticht Reineke auch hier mit seiner Durchtriebenheit: Er trifft dem Wolf mit seinem Urin direkt in die Augen und setzt ihn somit ausser Gefecht. Als Sieger des Kampfes geniest er grosse Bewunderung des Publikums und wird als Kanzler des Reichs eingestellt.
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