Maria Stuart ist ein klassisches Drama von Friedrich Schiller. Im Jahre 1568 wird Maria Stuart, Königin von Schottland, wegen der Ermordung ihres Gatten aus dem Land verjagt und flieht nach England. Sie erhofft sich Schutz bei Elisabeth I., der englischen Königin. Die aber muss um ihre Krone fürchten, da Maria selbst Ansprüche darauf hat. Deshalb lässt Elisabeth sie gefangen nehmen und in einem Schloss internieren. Die Handlung des Stücks setzt 19 Jahre später, drei Tage vor Marias Hinrichtung, ein.
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
Bewertung
5/5
19.02.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wunderschöne Adaption (nicht nur) für Kinder
Jungfrau von Orleans ist in der Reihe Weltliteratur für Kinder im Kindermann Verlag erschienen. Wie die anderen Bände der Reihe ist es ein Hardcover, mit einem Buchrücken aus Leinen, was sehr edel wirkt.
Es wird das gleichnamige Buch von Friedrich Schiller neu wiedergegeben.
Es ist großartig erzählt und bleibt sehr nah am Original. Die wichtigsten Figuren und Handlungen werden kurz aufgegriffen und möglichst kindgerecht erzählt. Dabei wird jedoch die ursprüngliche Handlung aufrecht erhalten.
Die Sprache ist sowohl leicht verständlich als auch anmutig und schafft es gekonnt die Geschichte zu untermalen.
Begleitet wird Schillers neuerzähltes Werk mit wundervollen Illustrationen, die sowohl schaurig als auch magisch aussehen.
Auf jeden Fall würde ich das Buch frühestens ab dem Grundschulalter empfehlen, oder wie vom Verlag selbst, ab 7 Jahren. Dabei sollte das Buch auf Grund seiner Thematik erstmal mit Erwachsenen gelesen werden.
Alles in allem eine großartige Adaption des Originals mit viel Liebe zum Detail und eine klare Empfehlung. Mich hat die Geschichte von Johanna von Orleans immer schon begeistert und von Kindesbeinen an begleitet, wodurch das Buch für mich etwas ganz besonderes ist.
Annas.bibliomanie.n.babystuff
aus Hamburg
5/5
25.07.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Das Buch ist himmlisch illustriert
Inhalt: Johanna, oder die Jungfrau von Orleans, ist eine historische Gestalt, von der sicherlich viele von euch gehört haben.
Friedrich Schiller schrieb ein stark ausgeschmücktes Stück über sie, welches in diesem Bilderbuch kindgerecht nacherzählt wird.
Im Stück wird Johannas Werdegang von der einfachen Schäferstochter hin zur ikonischen Kämpferin gegen die Engländer aufgezeigt. Jede Schlacht wurde Mithilfe der wunderschönen und widerspenstigen Jungfrau gewonnen. Schließlich wurde ihr ein Adelstitel verliehen und sie verliebte sich ausgerechnet in einen Engländer. Dies konnte die himmlische Johanna nicht ertragen und starb auf dem Schlachtfeld.
Meine Meinung: Die Illustrationen sind so so cool und wunderschön. Ich liebe den Stil! Collagenartig wird hier viel mit blauen Geistern im Hintergrund und weißen Skeletten im Vordergrund gespielt. Total mein Ding. Allerdings nicht ohne für kleine Kinder.
Da der Text schon eine längere Vorlesegeschichte und für manche
Kinder vielleicht gruselig bebildert ist, würde ich der Empfehlung ab sieben Jahren beipflichten.
Fazit: Göttliche Illustrationen gepaart mit einer spannenden Geschichte, die an historische Ereignisse angelehnt und vom Sturm und Drang geprägt ist. Was will man mehr?
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Bewertung
aus Bubenreuth
4/5
16.10.2021
eBook (ePUB)
Ein zeitloses Drama
Eine tragische Geschichte, die berührt.
Streitereien und Missverständnisse führen hier letztendlich für viele zum Tod.
Ich hätte mir am Ende des Buches einen Glossar mit Erkältung einiger alter Begriffe gewünscht, die heute nicht mehr benutzt werden.
David
aus der Karibik
4/5
18.06.2021
Buch (Taschenbuch)
Fühlen und Handeln zweier Frauen
Die schottische Königin Maria Stuart, die auch auf den englischen Thron Anspruch erhebt, wird aufgrund von Intrigen und Falschaussagen in England festgehalten. Das Todesurteil ist bereits gesprochen, muss nur noch von Königin Elisabeth abgesegnet werden. Diese tut sich aufgrund der verwandtschaftlichen Verhältnisse schwer, obwohl sie ihre Rivalin, auch aufgrund ihres offenherzigen Lebenswandels verachtet. Während Maria Stuart also im Kerker wartet und eigentlich überzeugt ist, dass das Todesurteil nicht vollstreckt werden wird, berät sich Elisabeth nach allen Seiten, wird von versteckten Freunden Marias gedrängt, Gnade walten zu lassen, von anderer Seite wiederum, dass Urteil unverzüglich vollstrecken zu lassen. Auch planen einige Freunde Maria Stuarts bereits deren Flucht und in weiterer Folge auch die Machtübernahme. Zu all dem kommt es schließlich nicht, denn als sich die Rivalinnen im 3.Akt gegenüberstehen, kommt es zu einem wilden Wortgefecht, aus dem Maria Stuart zwar als moralische Siegerin hervorgeht, es Elisabeth allerdings fast unmöglich gemacht wird, Gnade walten zu lassen. Nach einigen weiteren Intrigen von verschiedenster Seite wird Maria schließlich hingerichtet, geht aber voller Stolz und christlicher Überzeugung in den Tod.
Schillers Drama geht sehr persönlich und wahrscheinlich auch spekulativ auf das Gefühlsleben der zwei Frauen ein, zeigt ihre Stärken und unzählige menschliche Schwächen, gibt allerdings auch den Nebenfiguren ausreichend Gelegenheit sich zu entwickeln und Fragen aufzuwerfen. Da werden aus den scheinbaren Feinden der Maria Stuart ihre größten Verehrer und so mancher möchte für sie in den Tod gehen. Im Mittelpunkt bleiben jedoch die Gefühle und Gewissenskonflikte der beiden Hauptpersonen, die Zuneigung, sogar das Verständnis für das Handeln der jeweiligen Gegenspielerin. Auch Maria Stuart wir von Schiller nicht ausschließlich als diese Märtyrerin gezeichnet, als die sie in die Geschichte einging, sondern als Frau mit Makel und auch blutigen Sünden. Elisabeth bleibt jedoch auch in Schillers Abhandlung die moralische Verliererin, sowohl beim Zaudern um eine Entscheidung, als auch im direkten Duell der beiden. So gelingt dem Autor beides: Den historischen Stoff abzuhandeln und Menschlichkeit und damit verbundene menschliche Schwächen einzubringen.
Schillers Werk erscheint dadurch zu gewinnen, dass er zwar historische Andeutungen macht, sich jedoch zu jeder Zeit genug Spielraum für Interpretationen lässt, auch persönliche Befindlichkeiten der Personen in die Machtpolitik der damaligen Zeit und teilweise Absurdes einfließen zu lassen. Der Staatssekretär, der die Befehle seiner Königin nicht versteht, eigentlich nicht verstehen kann, denn die Königin ist außerstande den Befehl zur Hinrichtung zu geben, der Streit der Rivalinnen, in der das Gefühlsleben über jede Taktik oder politische Vernunft obsiegt, die Intrigen der jeweiligen Gefolgsleute - heute würde man sie vielleicht Lobbyisten nennen - dies alles macht Schillers Interpretation des Stoffs in höchstem Maße lebenswert, spannend und - trotz der Tragik - amüsant. Ich würde meinen, der Autor war sich seiner Sache sicher, stand dem Stoff positiv" gegenüber, gibt dem Drama nicht nur Verlierer, sondern (fast) jede Person wird auch positiv gezeichnet. Der moralischen Gewinnerin Maria steht am Ende die politische Gewinnerin Elisabeth gegenüber und auch der Leser ist ein Gewinner, denn hier wurde historischer Stoff kurzweilig, spannend, amüsant und - meiner Meinung nach - ohne erhobenen Zeigefinger abgehandelt.
Bewertung
aus Linz
4/5
18.06.2021
Buch (Taschenbuch)
Oft zu früh gelesen ...
Ein Buch, das viele lesen mussten, wie auch ich. Es war wohl etwas zu früh. Heute kann ich mit diesem Buch mehr anfangen, also noch zu Zeit der Matura.