Hegemon wider Willen? Zur Rolle Deutschlands im Management der europäischen Finanzkrise
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
05.07.2016
Verlag
GRINSeitenzahl
47 (Printausgabe)
Dateigröße
481 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668253353
Bachelorarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Politik - Thema: Europäische Union, Note: 1,7, , Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle Deutschlands im Management der europäischen Finanzkrise. In einem ersten Schritt wird als theoretischer Rahmen der (Neo-)Realismus als eine der führenden Grosstheorien der Internationalen Beziehungen gewählt, um Hypothesen über das Agieren sowohl eines mächtigen Nationalstaates als auch von weniger mächtigen Nationalstaaten abzuleiten, welche darüber hinaus vor dem Hintergrund der Besonderheiten des komplexen Mehrebenensystems der Europäischen Union (EU) und der europäischen Integrationsgeschichte kritisch hinterfragt werden können. Das Hegemoniekonzept, insbesondere das nach Heinrich Triepel, ermöglicht Aussagen über die Notwendigkeiten, Chancen und Risiken bei der Ausübung einer führenden Rolle in einem Integrationsverbund wie der EU.
Das Management der europäischen Finanzkrise hat zu einer beispiellosen Abfolge von intergouvernementalen Gipfeln auf höchster politischer Ebene und zu weitreichenden Reformen im Institutionengefüge von EU und Eurozone geführt. Medial wurde dabei oft der Eindruck vermittelt, dass Deutschland aus einer Position der wirtschaftlichen Stärke heraus agiert und die Governance-Strukturen nach seinem Willen geformt hat. Nicht selten wurde die Bundesrepublik dabei auch als Hegemon bezeichnet. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich jedoch, dass Deutschland in der Finanzkrise nicht die politische Führungsrolle eingenommen hat, die ihm seine wirtschaftliche Vormachtstellung in Europa erlauben würde und die im Einklang mit der (neo-)realistischen Theorie und dem Konzept eines echten Hegemons stünde. Statt die Lasten einer Führerschaft zu übernehmen, standen - auch aufgrund institutioneller und mentaler Restriktionen - nicht selten eigene politische und wirtschaftliche Interessen im Vordergrund.
Das Management der europäischen Finanzkrise hat zu einer beispiellosen Abfolge von intergouvernementalen Gipfeln auf höchster politischer Ebene und zu weitreichenden Reformen im Institutionengefüge von EU und Eurozone geführt. Medial wurde dabei oft der Eindruck vermittelt, dass Deutschland aus einer Position der wirtschaftlichen Stärke heraus agiert und die Governance-Strukturen nach seinem Willen geformt hat. Nicht selten wurde die Bundesrepublik dabei auch als Hegemon bezeichnet. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich jedoch, dass Deutschland in der Finanzkrise nicht die politische Führungsrolle eingenommen hat, die ihm seine wirtschaftliche Vormachtstellung in Europa erlauben würde und die im Einklang mit der (neo-)realistischen Theorie und dem Konzept eines echten Hegemons stünde. Statt die Lasten einer Führerschaft zu übernehmen, standen - auch aufgrund institutioneller und mentaler Restriktionen - nicht selten eigene politische und wirtschaftliche Interessen im Vordergrund.
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