Die Mobilität der Söldnerheere während der Dreißigjährigen Krieges und die Folgen dieser Mobilität
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
14.02.2014
Verlag
GRINSeitenzahl
16 (Printausgabe)
Dateigröße
312 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656594352
Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 2,7, Universität Paderborn (Historisches Institut), Veranstaltung: Reisen in der Frühen Neuzeit, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Dreissigjährige Krieg wurde vor über 300 Jahren in Münster und Osnabrück mit dem Westfälischen Frieden für beendet erklärt, und trotzdem spüren wir seine Folgen bis heute. Nicht nur weil er die deutsche Kleinstaaterei mit Fürstentümern, Herzogtümern und Königreichen für viele weitere Jahre zementierte und Europa theologisch trennte, sondern auch weil er das Sinnbild für den ersten entfesselten europäischen Grosskonflikts ist. Ein Krieg, der sich mehr und mehr verselbstständigte und sich kaum noch stoppen liess. Auch die flächendeckende Verwüstung und das Vorgehen der Söldnerheere waren neu. Zwar lebten schon früher Söldnerheere aus dem besetzten Land, im Dreissigjährigen Krieg nahm diese Praxis aber völlig neue Massstäbe an und wurde zur Kriegstaktik. Wallensteins berühmte Aussage "Der Krieg ernährt den Krieg" fasst dieses Vorgehen kurz und bündig zusammen. Der Dreissigjährige Krieg war aber auch eine Zäsur in der Kriegsführung, war er doch das letzte Aufbäumen der grossen Söldnerheere. Später gingen Staaten dazu über, eigene Berufsheere aufzustellen und stellten die Praxis ein, im Kriegsfall fremde Söldner unterschiedlichster Herkunft, Konfession und Motivation anzuwerben.
Mitten in diesem dreissig Jahre andauernden Inferno auf deutschem Boden schrieb der langjährige Söldner Peter Hagendorf sein Tagebuch und macht es uns heute möglich nicht nur die Gedankenwelt der Adligen, hohen Offiziere und Generälen während des Krieges zu verstehen, sondern auch die des einfachen Söldners. Sein Tagebuch, welches erst Mitte der 80er Jahre , also etwa 330 Jahre später, in der Preussischen Staatsbibliothek Berlin gefunden wurde, vermittelt uns ein völlig anderes Bild des Krieges, ein hautnahes, weniger pathetisches und relativ ideologiefreies.
Dieses Tagebuch ist für diese Hausarbeit die Hauptquelle und die einzige realitätsnahe Schilderung des Lebens eines Söldners während des Dreissigjährigen Krieges . Anhand dieser Quelle will ich herausfinden, welche Folgen die ständige Mobilität für die Söldner hatte und wie das Leben des einfachen Fussvolks war. Was waren die sozialen, psychologischen und persönlichen Folgen für die Söldner, die über dreissig Jahre von Ort zu Ort zogen, um zu töten, getötet zu werden, um für das eigene Überleben oder für persönliche Vorteile zu kämpfen?
Mitten in diesem dreissig Jahre andauernden Inferno auf deutschem Boden schrieb der langjährige Söldner Peter Hagendorf sein Tagebuch und macht es uns heute möglich nicht nur die Gedankenwelt der Adligen, hohen Offiziere und Generälen während des Krieges zu verstehen, sondern auch die des einfachen Söldners. Sein Tagebuch, welches erst Mitte der 80er Jahre , also etwa 330 Jahre später, in der Preussischen Staatsbibliothek Berlin gefunden wurde, vermittelt uns ein völlig anderes Bild des Krieges, ein hautnahes, weniger pathetisches und relativ ideologiefreies.
Dieses Tagebuch ist für diese Hausarbeit die Hauptquelle und die einzige realitätsnahe Schilderung des Lebens eines Söldners während des Dreissigjährigen Krieges . Anhand dieser Quelle will ich herausfinden, welche Folgen die ständige Mobilität für die Söldner hatte und wie das Leben des einfachen Fussvolks war. Was waren die sozialen, psychologischen und persönlichen Folgen für die Söldner, die über dreissig Jahre von Ort zu Ort zogen, um zu töten, getötet zu werden, um für das eigene Überleben oder für persönliche Vorteile zu kämpfen?
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