Die Puppen des Maharadscha (Mystery-Krimi)
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inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Ja
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
06.02.2017
Verlag
E-artnowSeitenzahl
151 (Printausgabe)
Dateigröße
578 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9788026873266
Dieses eBook: "Die Puppen des Maharadscha (Mystery-Krimi)" ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen.
Aus dem Buch:
"Er wusste selbst nicht, wie er dazu gekommen war! Aber eines Abends fand er sich plötzlich in einer verräucherten Kneipe, zwischen Matrosen und allerlei zweideutigem Gesindel, schmierige Karten auf die unsaubere Tischplatte hauend. Er fluchte wie sie, spuckte wie sie und gröhlte gleich ihnen, wenn eine grössere Summe aus der Bank in seine Hände floss. Dann bestellte er Schnaps für die ganze Korona, denn er hatte den Gewinn nicht nötig und brauchte vorläufig nicht davon zu leben, was ihm die Glücksblättchen in den Schoss warfen. Das war, wie gesagt, der Anfang. Aber es blieb nicht dabei. Einmal liess er sich seinen Frack abbürsten, telephonierte nach einem Auto und fuhr ins Kasino de Paris. Da war es anders als in den Kaschemmen, denn die Herren trugen gestärkte Hemdbrüste, die Frauen hatten wenig an und die Schritte ertranken in tiefen Persern. Statt Schnaps trank man Sekt und statt um ein paar lumpige Franken ging es auf Hunderte, Tausende, und wenn man wollte - Millionen! - Dieses aber hatte Erwin Gerardi gesucht. Er setzte sich an einen Tisch, an dem gerade ein Platz frei wurde, goss drei Glas Champagner hinunter und begann zu jeuen. Erwin Gerardi war nämlich einer jener unverbesserlichen Käuze, die sich einbilden, ein System erfunden zu haben, nach dem sich ohne Verlust und mit viel Gewinn spielen lässt. Er hatte es in den Kaschemmen erprobt und wollte nun auch im grossen Stile davon Gebrauch machen."
Siegfried Bergengruen (1900 - 1942) war ein deutschbaltischer Journalist und Schriftsteller.
Aus dem Buch:
"Er wusste selbst nicht, wie er dazu gekommen war! Aber eines Abends fand er sich plötzlich in einer verräucherten Kneipe, zwischen Matrosen und allerlei zweideutigem Gesindel, schmierige Karten auf die unsaubere Tischplatte hauend. Er fluchte wie sie, spuckte wie sie und gröhlte gleich ihnen, wenn eine grössere Summe aus der Bank in seine Hände floss. Dann bestellte er Schnaps für die ganze Korona, denn er hatte den Gewinn nicht nötig und brauchte vorläufig nicht davon zu leben, was ihm die Glücksblättchen in den Schoss warfen. Das war, wie gesagt, der Anfang. Aber es blieb nicht dabei. Einmal liess er sich seinen Frack abbürsten, telephonierte nach einem Auto und fuhr ins Kasino de Paris. Da war es anders als in den Kaschemmen, denn die Herren trugen gestärkte Hemdbrüste, die Frauen hatten wenig an und die Schritte ertranken in tiefen Persern. Statt Schnaps trank man Sekt und statt um ein paar lumpige Franken ging es auf Hunderte, Tausende, und wenn man wollte - Millionen! - Dieses aber hatte Erwin Gerardi gesucht. Er setzte sich an einen Tisch, an dem gerade ein Platz frei wurde, goss drei Glas Champagner hinunter und begann zu jeuen. Erwin Gerardi war nämlich einer jener unverbesserlichen Käuze, die sich einbilden, ein System erfunden zu haben, nach dem sich ohne Verlust und mit viel Gewinn spielen lässt. Er hatte es in den Kaschemmen erprobt und wollte nun auch im grossen Stile davon Gebrauch machen."
Siegfried Bergengruen (1900 - 1942) war ein deutschbaltischer Journalist und Schriftsteller.
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