Das Bildprogramm des Engelspfeilers und des Marienzyklus am Südportal des Straßburger Münster
-
- Einzelkauf Download ausgewählt
-
Sprache:Deutsch
Fr. 18.90
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
25.02.2007
Verlag
GRINSeitenzahl
23 (Printausgabe)
Dateigröße
1865 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638624886
In diesem Semester beschäftigte sich ein Seminar ausschliesslich mit der Ausstattung des mittelalterlichen Kirchenraumes. Ein besonders eindrucksvolles Beispiel ist der Engelspfeiler, der um 1230 im Strassburger Münster entstanden ist und die Szenen des Jüngsten Gerichts an einer Säule darstellt. Auch das Marienportal am südlichen Querhaus, zeigt in ihrem Bildprogramm Szenen, die im weitesten Gerichtsszenen sind, auf ungewöhnliche Weise. Diese beiden Bildwerke sollen im Folgenden in ihrer Erscheinung und ihrem Zusammenhang näher erläutert werden.
Die ältesten Mauern des Strassburger Münsters gehen auf eine von Bischof Werinherr von Strassburg erbaute Basilika im Jahre 1015 zurück. Nach den Vorstellungen des Bischofs von Werinherr sollte die neue Kirche ein langes, flach gedecktes Hauptschiff, sowie zwei durch jeweils zehn Säulen abgetrennte Seitenschiffe besitzen. Die spitzen Türme sollten bei klarem Wetter bis weit in die Rheinebene zu sehen gewesen sein und zeugten vom Stolz des Patriziats sowie des durch Handel reich gewordenen Bürgertums. Von diesem frühen Bau ist die damals entstandene Krypta in den Grundmauern des heutigen Gebäudes noch erhalten.1
Nach einem verheerenden Brand um 1190 folgte ein erster Wiederaufbau im Zuge dessen weitere Teile entstanden. Dazu gehörten die nördliche Querhausfassade, wesentliche Teile des Obergeschosses des nördlichen Querhausarmes, sowie das südliche Portal, um dessen Ausschmückung es sich im Folgenden handeln wird. Die Arbeiten am südlichen Querhaus wurden vermutlich zwischen 1225 und 1240 ausgeführt. Im Gegensatz zum nördlichen Portal öffnet sich das Münster in Richtung Süden in einem Doppelportal.
Strassburg war, zusammen mit Bamberg, Magdeburg und Naumburg, eine der wenigen Bischofskirchen, die mit einem monumentalen Bildprogramm ausgestattet wurde.
Der Meister, dem man den Grossteil der Ausschmückungen am Südportal, sowie die Arbeiten am Engelspfeiler im südlichen Querhausarm zuschreibt, ist uns namentlich nicht bekannt und wird auf Grund seiner einzigartigen Ausarbeitung der Statue der Ecclesia im Folgenden der "Ecclesia Meister" genannt.
Noch keine Bewertungen vorhanden
Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel
Helfen Sie anderen Kundinnen und Kunden durch Ihre Meinung.